Lange wurde spekuliert, nun ist es offiziell: Peking hat mehreren chinesischen Unternehmen den Kauf von Nvidias H200-KI-Chips genehmigt. Gleichzeitig hat Nvidia-Chef Jensen Huang auf der GTC-Entwicklerkonferenz in San Jose bestätigt, dass die Produktion des H200 für den chinesischen Markt wieder aufgenommen wurde – und bereits Bestellungen eingegangen sind.

Damit endet eine monatelange Hängepartie. Nvidia hatte sowohl auf US-amerikanischer als auch auf chinesischer Seite auf Exportlizenzen gewartet. Washington erteilte seine Genehmigung bereits im Februar, beschränkt auf kleinere Mengen für ausgewählte Abnehmer in China. Peking zog nun nach. Zu den Unternehmen, die laut Reuters bereits im Januar eine vorläufige Freigabe erhalten hatten, zählen ByteDance, Tencent, Alibaba sowie das KI-Startup DeepSeek.

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Der H200 ist das leistungsstärkste Chip-Modell, das Nvidia unter den aktuellen US-Exportregelungen überhaupt nach China verkaufen darf – freigegeben von der Trump-Administration Ende 2025.

Neues Produkt im Hintergrund: Groq-Chips für China

Parallel dazu arbeitet Nvidia an einer weiteren China-Strategie. Laut Reuters entwickelt das Unternehmen eine Version der Groq-Chips, die speziell für den chinesischen Markt zugelassen werden soll. Groq wurde Ende 2025 für rund 17 Milliarden Dollar übernommen. Die Chips sind für Inferenz-Anwendungen gedacht – also den Betrieb fertiger KI-Modelle im Alltag – und könnten mittelfristig ein zweites Standbein im chinesischen Markt werden.

Samsung und SK Hynix profitieren

Der Rückenwind aus San Jose erfasste auch die koreanischen Speicherhersteller. Samsung-Aktien legten in Seoul um mehr als 6 Prozent zu, SK Hynix kletterte um über 4 Prozent. Huang hatte auf der GTC-Konferenz beide Unternehmen als zentrale Partner präsentiert: Samsung soll Nvidias neueste KI-Inferenzchips im modernen 4-Nanometer-Verfahren fertigen – ein wichtiger Auftrag für Samsungs angeschlagenes Foundry-Geschäft. Zudem stellte Samsung eine neue Generation von Hochbandbreiten-Speicher vor, den HBM4E, der auf künftige Nvidia-Beschleuniger ausgerichtet ist. SK Hynix, bereits führender HBM-Lieferant für Nvidia, signalisierte weitere Kapazitätsausweitungen.

Die Nachrichten aus San Jose summieren sich zu einem klaren Bild: Nvidia baut seine Marktposition entlang der gesamten KI-Lieferkette weiter aus – von der Chip-Produktion über die Speicherarchitektur bis hin zur Software-Infrastruktur. Die Wiedereröffnung des chinesischen Markts, zumindest in begrenztem Umfang, dürfte Analysten und Investoren gleichermaßen aufhorchen lassen.

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