Wolfe Research sieht in Nvidias nächster Chip-Generation einen unterschätzten Wachstumstreiber — und das ausgerechnet in einem Moment, in dem der breitere Tech-Sektor unter Verkaufsdruck steht. Analyst Chris Caso rückte die sogenannten „Rubin Ultra Pods" ins Zentrum seiner Analyse und bekräftigte ein Kursziel von 275 Dollar, was vom aktuellen Niveau aus einem Aufwärtspotenzial von rund 60 Prozent entspräche.

Vera Rubin: Rechenzentrum im Rack-Format

Nvidia stellte die Vera-Rubin-Plattform Mitte März auf der GTC 2026 vor — sieben neue Chips in Serienproduktion, fünf Rack-Designs für skalierbare KI-Fabriken. Die NVL72-Racks kombinieren 72 Rubin-GPUs mit 36 Vera-CPUs und sollen bis zu zehnmal mehr Inferenz-Durchsatz pro Watt liefern als bisherige Systeme.

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Wolfe Research erwartet für 2026 rund 55.000 Blackwell-Racks und 20.000 Rubin-Racks — 2027 soll sich das Verhältnis zugunsten von Rubin verschieben: 55.000 Rubin-Racks und 15.000 Rubin-Ultra-Racks. Insgesamt modelliert das Analysehaus für 2027 einen Rechenzentrums-Umsatz von mehr als 450 Milliarden Dollar, getrieben durch Volumenwachstum und rund 20 Prozent höhere Durchschnittspreise beim Übergang von Blackwell zu Rubin.

Für Rubin Ultra setzt Wolfe einen Rack-Preis von etwa zehn Millionen Dollar an. Jede zusätzliche Million pro Rack darüber hinaus würde laut den Analysten zwischen zehn und zwölf Milliarden Dollar zusätzlichen Umsatz bedeuten — ein erheblicher Hebel.

Analysten-Konsens mit breiter Spanne

Die Wall-Street-Kursziele reflektieren unterschiedliche Einschätzungen zu geopolitischen Risiken auf der einen und struktureller KI-Nachfrage auf der anderen Seite:

  • Wolfe Research: 275 Dollar (Outperform), mit Verweis auf eine Milliarden-Auftragspipeline über 2026 und 2027
  • Bank of America: 300 Dollar (Buy), nach Modellaktualisierung infolge des Q4-Ergebnisses
  • Truist: 287 Dollar (Buy)
  • Rosenblatt: 325 Dollar, Tigress Financial sogar 360 Dollar
  • Street-Konsens: rund 267 Dollar

Rosenblatt-Analyst Cassidy hebt Nvidias Gesamtpaket aus CUDA-Software, NVLink-Netzwerktechnik und Rack-Systemen hervor — eine Kombination, die das Unternehmen seiner Einschätzung nach auch im wachsenden Inferenz-Markt an die Spitze stellen könnte.

Rekordquartal und volle Auftragsbücher

Als Fundament dienen Zahlen, die für sich sprechen: Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das erste Quartal 2027 peilt das Unternehmen 78 Milliarden Dollar an.

CEO Jensen Huang signalisierte auf der GTC 2026 kombinierte Aufträge für Blackwell und Vera Rubin von einer Billion Dollar bis 2027. Neben Microsoft und Meta hat sich auch Amazon Web Services verpflichtet, bis 2027 eine Million Nvidia-GPUs abzunehmen. Erste Vera-Rubin-Produkte von Partnern werden ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.

Die nächsten Quartalszahlen folgen am 27. Mai 2026 — dann wird sich zeigen, ob Nvidias Auslieferungstempo mit den ambitionierten Prognosen Schritt hält.

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