Nvidia sichert sich mit einem Milliardenpaket die Kontrolle über kritische Technologie. Am 2. März 2026 gab der KI-Chip-Riese bekannt, jeweils 2 Milliarden Dollar in die Photonik-Spezialisten Lumentum und Coherent zu investieren. Die Botschaft ist klar: Nvidia will sich frühzeitig den Zugang zu Schlüsselkomponenten für die nächste Generation von KI-Infrastruktur sichern – und dafür nimmt der Konzern viel Geld in die Hand.

Warum optische Technologie entscheidend ist

Hinter den Investitionen steckt eine technologische Notwendigkeit. Photonik – also Systeme, die Licht erzeugen oder übertragen – wird für die Datenübertragung in großen KI-Rechenzentren immer wichtiger. Je größer die KI-Modelle werden, desto mehr Daten müssen zwischen den Chips bewegt werden. Optische Verbindungen sind hier energieeffizienter und schneller als herkömmliche elektrische Leitungen.

Die Deals sind langfristig angelegt. Nvidia sichert sich nicht nur Lieferverträge über mehrere Milliarden Dollar, sondern auch Zugangsrechte zu künftigen Produktionskapazitäten. Lumentum wird mit dem Geld unter anderem eine neue Fabrik in den USA aufbauen. Bei Coherent geht es um die gemeinsame Entwicklung von Silizium-Photonik der nächsten Generation. Die Börse reagierte deutlich: Lumentum-Aktien legten 8 Prozent zu, Coherent sprang um 13 Prozent.

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Rekordergebnisse im Rücken

Die Investitionen erfolgen aus einer Position der Stärke. Nvidia hatte kurz zuvor Rekordergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2026 vorgelegt. Der Umsatz stieg um 65 Prozent auf 215,9 Milliarden Dollar. Allein im vierten Quartal wurden 68,1 Milliarden Dollar erlöst – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Bemerkenswert sind die Margen: 71 Prozent Bruttomarge, 60,6 Prozent operative Marge und am Ende ein Nettogewinn von 120,1 Milliarden Dollar. Praktisch der gesamte Zuwachs stammt aus dem Rechenzentrumsgeschäft, das 193,7 Milliarden Dollar beisteuerte – vor drei Jahren waren es noch 15 Milliarden.

Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 stellt Nvidia rund 78 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Das China-Geschäft ist darin allerdings nicht einkalkuliert. Die US-Regierung genehmigte zwar kleinere Mengen des H200-Chips für chinesische Kunden, zu Verkäufen kam es bislang aber nicht. Im Vorjahr steuerte China noch 13 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Nvidia räumt offen ein, dass chinesische Wettbewerber, gestärkt durch Börsengänge, Fortschritte machen und langfristig zur Gefahr werden könnten.

GTC-Konferenz als nächster Termin

Die nächste wichtige Wegmarke ist die GTC-Konferenz ab dem 16. März in San Jose. CEO Jensen Huang wird in seiner Keynote voraussichtlich neue Chip-Generationen und Technologien vorstellen. Analysten erwarten unter anderem Details zur zweiten Generation optischer Switches – ein direkter Bezug zu den kürzlich angekündigten Photonik-Investments. Die Konferenz hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Events der Tech-Branche entwickelt und könnte neue Impulse für die Aktie liefern, die seit dem Allzeithoch im Oktober in einer Seitwärtsbewegung feststeckt.

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