Nordex Aktie: Sicherheitswarnung schockt
Die Nordex Aktie liefert sich derzeit einen Wettlauf zwischen operativer Stärke und technischen Zweifeln. Während der Turbinenbauer mit rekordverdächtigen Aufträgen von 1,4 Gigawatt ins neue Jahr startet, zwingt ein Sicherheitsvorfall in Nordrhein-Westfalen die Behörden zur Vollsperrung der Autobahn A44. An einer Windkraftanlage drohen sich Rotorblattteile zu lösen – ein Vorfall, der die Qualitätsfrage inmitten der jüngsten Kursrallye wieder auf die Tagesordnung setzt.
A44 komplett gesperrt
Die Autobahn A44 zwischen dem Dreieck Jackerath und dem Kreuz Holz ist derzeit voll gesperrt. Polizei und Verkehrszentralen reagieren auf akute Sicherheitsbedenken bei einer Nordex-Windkraftanlage. Konkret befürchten die Behörden, dass sich Teile eines Rotorblatts lösen könnten.
Der Vorfall trifft den Hamburger Konzern in einer Phase technischer Hochstimmung. Für Aktionäre ist das Signal unangenehm: Technische Probleme haben in der Vergangenheit oft teure Nachbesserungen und Imageverluste nach sich gezogen. Die Aktie zeigt sich volatil, auch wenn der langfristige Aufwärtstrend mit Kursen über 30 Euro – ein 5-Jahres-Hoch – noch intakt scheint.
Auftragsboom zum Jahresstart
Fundamental liefert Nordex hingegen beeindruckende Zahlen. Der Konzern meldete zum Jahresauftakt neue Bestellungen mit einem Gesamtvolumen von fast 1,4 Gigawatt:
- Kanada: Strategisch wichtiger Markterfolg mit Großaufträgen über 500 MW
- Europa: Abschlüsse in Spanien (246 MW), Frankreich, Belgien und Portugal summieren sich auf mehrere hundert Megawatt
- Deutschland: UKA und weitere Großkunden ordern 224 MW
- Technologie: Fokus auf leistungsstarke Delta4000-Turbinen mit Auslieferung bis 2027
Analysten bleiben optimistisch
Deutsche Bank Research hält an der Einstufung "Buy" fest und hat das Kursziel jüngst auf 34 Euro angehoben. Die Experten rechnen mit einem starken vierten Quartal und sehen die Auftragslage als Beleg für die Wettbewerbsfähigkeit.
Die Charttechnik mahnt jedoch zur Vorsicht. Der Kurs hat sich weit vom 50-Tage-Durchschnitt bei rund 27,60 Euro entfernt – das Papier gilt als technisch überkauft. Bei einer Volatilität von über 60 Prozent sind scharfe Korrekturen jederzeit möglich, insbesondere wenn operative Störungen wie der A44-Vorfall die Stimmung belasten. Die Orderbücher sind voll, doch die Reaktion des Managements auf den Sicherheitsvorfall dürfte richtungsweisend für die kommenden Wochen sein.
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