Nordex Aktie: Politischer Gegenwind
Starke Quartalszahlen auf der einen Seite, politische Signale aus Berlin auf der anderen — Nordex steht gerade unter einem doppelten Einfluss. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sorgte am Dienstag für Unruhe im Sektor der Erneuerbaren Energien, als sie sich für mehr Flexibilität bei den EU-Klimazielen aussprach.
Ministerin relativiert Klimaziele
Auf einer Energiekonferenz in den USA deutete Reiche an, dass eine Verfehlung des Netto-Null-Ziels bis 2050 um bis zu zehn Prozent akzeptabel sein könnte, wenn es dem Wirtschaftswachstum diene. Zugleich plant die Bundesregierung für 2026 Ausschreibungen für zwölf Gigawatt neuer steuerbarer Kapazität — zehn davon für wasserstofffähige Gaskraftwerke. Eine Ausrichtung, die den unmittelbaren Expansionsdruck für reine Windkraft-Akteure kurzfristig bremsen könnte.
Die Aktie reagierte mit einem Rücksetzer. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 46,18 Euro notiert der Titel derzeit rund sechs Prozent darunter — nach einer Rallye, die den Kurs in zwölf Monaten um fast 185 Prozent nach oben getragen hat.
Operative Stärke als Gegengewicht
Das fundamentale Bild bleibt überzeugend. Im vierten Quartal 2025 steigerte Nordex den Umsatz um 16 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro. Das EBITDA sprang um 187,6 Prozent auf 307,4 Millionen Euro, was einer Marge von 12,1 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr 2025 wies das Unternehmen einen Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro aus.
Auch institutionelle Investoren zeigen Interesse: BlackRock erhöhte seinen Stimmrechtsanteil zuletzt auf 4,64 Prozent. Das Analysten-Durchschnittskursziel liegt bei 40,61 Euro — der aktuelle Kurs notiert damit leicht oberhalb des Konsenses.
Am 27. April legt Nordex die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, ob das operative Momentum trotz des veränderten politischen Rahmens anhält — und ob das für 2027 angekündigte Ausschüttungsprogramm von mindestens 50 Millionen Euro die Bewertung weiter stützt.
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