Nordex Aktie: Insider-Einblicke
Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex weiht einen strategisch wichtigen Teststand in Rostock ein – und die Aktie reagiert mit einem Kursrutsch von über 3 Prozent. Während das Unternehmen seine Entwicklungskapazitäten massiv ausbaut und mit soliden Aufträgen punktet, scheinen Anleger zum Wochenende Kasse zu machen. Ist die beeindruckende Jahresrallye von über 115 Prozent nun vorbei, oder nutzen die Großen nur eine günstige Einstiegschance?
Technologie-Offensive trifft auf Verkaufsdruck
Am Freitag stand ein Meilenstein auf der Agenda: Nordex nahm offiziell einen neuen Teststand für Generatoren und Umrichter am Standort Rostock in Betrieb. Die Anlage soll die Entwicklung neuer Windturbinen beschleunigen und vor allem die Zertifizierung für internationale Netzanschlüsse effizienter gestalten – ein kritischer Wettbewerbsvorteil in einer Branche, die unter Engpässen beim Netzausbau leidet.
Die unmittelbare Marktreaktion fiel ernüchternd aus. Die Aktie beendete den Xetra-Handel bei 25,72 Euro, ein Minus von 3,02 Prozent gegenüber dem Vortag. Die Handelsspanne zwischen 25,76 und 26,50 Euro zeigt die nervöse Stimmung der Marktteilnehmer. Parallel dazu verkündete Nordex einen Repowering-Auftrag aus Spanien über 34,2 MW sowie weitere Aufträge aus Deutschland und Irland – insgesamt 263 MW Volumen. Trotzdem: Verkaufsdruck dominierte.
Die Fakten im Überblick:
- Aktie schloss Freitag bei 25,80 Euro, Wochenverlust minimal (+0,70% auf 7-Tage-Sicht)
- Jahresperformance bleibt stark: +119,95% seit Januar, +115,54% auf 12-Monatssicht
- Marktkapitalisierung stabil bei 6,11 Milliarden Euro
- Q3-Orderintake: 2,2 GW belegt weiterhin starke Nachfrage
- 52-Wochen-Hoch von 28,24 Euro nur 8,64% entfernt
Analysten-Zwickmühle: Buy trifft Underperform
Die gespaltene Analystengemeinde spiegelt die Unsicherheit wider. Jefferies bekräftigte erst am 27. November das "Buy"-Rating mit einem Kursziel von 31 Euro – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 20 Prozent vom aktuellen Niveau. Die Begründung: Die operative Stärke und das Wachstumspotenzial im Sektor rechtfertigen eine höhere Bewertung.
Ganz anders sieht es RBC Capital Markets. Trotz einer leichten Anhebung des Kursziels bleibt die Einstufung "Underperform" mit einem Ziel von nur 22 Euro bestehen – ein deutliches Abwärtsrisiko aus dieser Perspektive. Der RSI von 32,0 deutet zudem auf eine technisch überverkaufte Situation hin, während die hohe Volatilität von 52,60% die Nervosität unterstreicht.
Konsolidierung nach Kursexplosion?
Der Freitags-Ausverkauf wirkt wie eine klassische Gewinnmitnahme nach einer fulminanten Rally. Mit einem Plus von über 115 Prozent auf Jahressicht haben institutionelle Investoren zum Monatsende offenbar Gewinne realisiert. Die fundamentale Story bleibt dabei intakt: Die Fähigkeit, Turbinen schneller für verschiedene Netze zu zertifizieren, verschafft Nordex einen echten Wettbewerbsvorteil in einer Branche, die chronisch unter Zertifizierungsverzögerungen leidet.
Die Aktie notiert mit 25,80 Euro nur noch 3,48 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber komfortable 30,52 Prozent über der 200-Tage-Linie. Die Marke von 25,50 Euro dürfte als Unterstützung entscheidend sein. Hält sie, könnte die technologische Weichenstellung aus Rostock verspätet positive Impulse liefern. Bricht sie, droht ein Test des 50-Tage-Durchschnitts bei 24,93 Euro.
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