Während Newmont 800 Millionen US-Dollar in den Ausbau seiner argentinischen Kapazitäten investiert, braut sich in Nordamerika ein juristischer Konflikt mit dem Partner Barrick zusammen. Der Goldproduzent nutzt seinen massiven Cashflow für die langfristige Standortsicherung, muss aber gleichzeitig seine Interessen in Nevada verteidigen. Wie belastbar ist das Wachstum unter diesen Vorzeichen?

Milliardenprojekt in Argentinien

Newmont treibt seine globale Präsenz mit einer massiven Kapitalzusage in Südamerika voran. Das Unternehmen investiert 800 Millionen US-Dollar in die Mine Cerro Negro in Argentinien. Diese Mittel fließen in das Erweiterungsprojekt „Cerro Negro Expansion 1“ (CNE1). Ziel ist es, die Betriebsdauer des Standorts bis weit über das Jahr 2035 hinaus zu sichern.

Die Finanzierung erfolgt direkt aus dem freien Cashflow, der im Jahr 2025 mit 7,3 Milliarden US-Dollar einen Rekordstand erreichte. Argentiniens Wirtschaftsminister Luis Caputo bestätigte die Investitionsvereinbarung bereits. Neben der reinen Produktionsverlängerung sollen die Mittel die Sicherheitsstandards vor Ort erhöhen und die regionale wirtschaftliche Entwicklung fördern.

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Eskalation im Nevada-Joint-Venture

Gleichzeitig navigiert Newmont durch schwieriges Terrain bei seinen nordamerikanischen Vermögenswerten. Das Unternehmen hat eine Verzugsanzeige gegen den Partner Barrick im Zusammenhang mit dem Joint Venture „Nevada Gold Mines“ eingereicht. Newmont, das 38,5 Prozent der Anteile hält, wirft der operativ federführenden Barrick (61,5 Prozent) Missmanagement vor.

Konkret lautet der Vorwurf, dass Barrick Ressourcen aus dem Gemeinschaftsprojekt abgezogen habe, um das zu 100 Prozent eigene Projekt „Fourmile“ zu forcieren. Barrick-CEO Mark Hill widersprach diesen Darstellungen bereits. Dieser Streit fällt in eine Zeit, in der aktivistische Investoren zunehmend auf einen Börsengang der nordamerikanischen Barrick-Assets drängen.

Starke Bilanz und Ausblick

Die finanzielle Basis für die Expansion lieferten die jüngsten Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Newmont meldete einen bereinigten Gewinn von 2,52 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 6,82 Milliarden US-Dollar. Die Ergebnisse profitierten deutlich von einem durchschnittlich realisierten Goldpreis von 4.216 US-Dollar pro Unze.

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert das Management eine Goldproduktion von etwa 5,3 Millionen Unzen. Die nachhaltigen Gesamtkosten (AISC) sollen bei rund 1.680 US-Dollar pro Unze liegen. Zudem erhöht das Unternehmen die Quartalsdividende auf 0,26 US-Dollar je Aktie. Der Ex-Tag für diese Ausschüttung ist der 3. März 2026, die Auszahlung erfolgt am 26. März. Damit setzt Newmont trotz der rechtlichen Unwägbarkeiten in Nevada ein klares Signal für die weitere Kapitalrückführung an die Aktionäre.

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