Nordex Aktie: Citigroup kühlt ab
Die Nordex-Aktie verliert am Dienstag rund 3 Prozent. Grund ist eine Abstufung der Citigroup – nach einer Kursrallye von über 180 Prozent in zwölf Monaten sehen die Analysten das Papier nun fair bewertet. Gleichzeitig warnt der DGB Nord vor politischen Plänen, die die Windbranche belasten könnten.
Die wichtigsten Fakten:
- Citigroup stuft von "Buy" auf "Neutral" herab, hebt Kursziel aber auf 37 Euro
- Kurs hat sich binnen Jahresfrist fast verdreifacht
- DGB warnt vor Streichung von Entschädigungen bei Netzengpässen
- Goldman Sachs erhöht Beteiligung auf 8,08 Prozent
Bewertung erreicht fairen Bereich
Analyst Vivek Midha begründet die Herabstufung mit der starken Kursentwicklung der vergangenen Monate. Das neue Kursziel von 37 Euro liegt nur knapp über dem aktuellen Niveau von rund 32 Euro. Die Citigroup bleibt langfristig optimistisch: Ihre Gewinnprognose für 2027 liegt deutlich über dem Marktkonsens.
Für das vierte Quartal 2025 erwartet die Bank einen Umsatz von 2,50 Milliarden Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von 11,1 Prozent. Die Zahlen präsentiert Nordex voraussichtlich Ende Februar.
Politische Unsicherheit belastet
Zusätzlichen Druck erzeugt eine Debatte um die Energiewendepolitik. Das Bundeswirtschaftsministerium plant offenbar, Entschädigungszahlungen für abgeregelte Windkraftanlagen in Engpassgebieten zu streichen. Ziel ist es, die Kosten des Engpassmanagements zu senken.
Laura Pooth vom DGB Nord sieht darin eine Gefahr für die Planungssicherheit der Branche. Sie warnt vor einem "Teufelskreis" und zieht Parallelen zur Krise der Windbranche vor gut zehn Jahren. Für Nordex sind stabile Rahmenbedingungen im Heimatmarkt Deutschland wichtig, da sie die Investitionsbereitschaft der Projektentwickler beeinflussen.
Großinvestor zeigt Vertrauen
Ungeachtet der kurzfristigen Schwankungen baut Goldman Sachs seine Position aus. Die US-Investmentbank hält nun über Aktien und Finanzinstrumente Zugriff auf 8,08 Prozent der Stimmrechte. Operativ startete Nordex solide ins Jahr: Im Januar gingen Aufträge über 220 Megawatt aus Großbritannien, der Türkei und Litauen ein.
Die Abstufung nach einer starken Rallye ist nachvollziehbar. Die politischen Risiken bleiben jedoch ein Unsicherheitsfaktor. Ende Februar folgen die Jahreszahlen – dann zeigt sich, ob Nordex die hohen Erwartungen erfüllen kann.
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