Nordex Aktie: Durchbruch gelungen
Der Windkraft-Spezialist Nordex meldet sich mit einem Paukenschlag zurück: Ein Großauftrag aus Österreich sichert dem Unternehmen Umsätze bis 2030 und treibt die Aktie auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Während die Offshore-Branche schwächelt, zieht Nordex an Land das Tempo an.
Die wichtigsten Fakten:
- Rahmenvertrag mit VERBUND Green Power über bis zu 700 MW
- Laufzeit bis 2030, Projekte in sechs europäischen Märkten
- Aktie durchbricht 34-Euro-Marke und erreicht neues Jahreshoch
- Analysten uneins: Kursziele zwischen 26 und 38 Euro
Auftrag mit strategischer Reichweite
VERBUND Green Power, die Windkraft-Tochter des österreichischen Energieriesen, bindet sich langfristig an Nordex. Der Vertrag umfasst die potenzielle Lieferung von Onshore-Turbinen mit einer Gesamtkapazität von bis zu 700 Megawatt. Die Projekte verteilen sich auf etablierte Märkte wie Deutschland, Österreich und Spanien sowie auf Wachstumsregionen in Italien, Rumänien und Albanien.
Besonders bedeutsam: Der Deal deckt etwa die Hälfte der gesamten Wind-Projektpipeline von VERBUND ab. Das verschafft Nordex eine außergewöhnliche Planungssicherheit für die kommenden vier Jahre. Die Marktbreite des Auftrags unterstreicht zudem die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Nordex-Turbinen.
Analysten im Zwiespalt
Die Einschätzungen der Experten könnten kaum weiter auseinandergehen. Jefferies führt das Lager der Optimisten an und sieht die Aktie bei 38,00 Euro fair bewertet. Das entspricht einem Potenzial von rund 11 Prozent. MWB Research bleibt mit einem Ziel von 36,00 Euro ebenfalls konstruktiv.
RBC hingegen warnt vor Euphorie. Die Kanadier bewerten den Titel mit "Underperform" und einem Kursziel von nur 26,00 Euro. Das impliziert einen möglichen Rücksetzer von etwa einem Viertel. Deutsche Bank Research nimmt eine Mittelposition ein: Mit 34,00 Euro liegt das Kursziel nahe dem aktuellen Niveau – das Potenzial wäre damit weitgehend ausgeschöpft.
Onshore glänzt, Offshore enttäuscht
Der Kontrast zum Offshore-Sektor könnte kaum größer sein. Deutschland wird sein Ausbauziel von 30 Gigawatt auf See bis 2030 drastisch verfehlen. Aktuelle Prognosen der Deutschen WindGuard gehen nur noch von etwa 20 GW aus. Diese Schwäche lenkt den Fokus verstärkt auf funktionierende Geschäftsmodelle an Land.
Als reiner Onshore-Spezialist profitiert Nordex von dieser Verschiebung. Allerdings bleiben politische Unsicherheiten: Die jüngsten Äußerungen von Donald Trump gegen Windkraft auf dem Weltwirtschaftsforum sorgen für latente Risiken im Sektor.
Charttechnik unterstützt die Bullen
Der Ausbruch auf das neue 52-Wochen-Hoch bei 34,32 Euro sendet ein klares technisches Signal. Mit einer Marktkapitalisierung von 7,91 Milliarden Euro und der Position als MDAX-Top-Performer liegt das Momentum auf der Käuferseite. Solange die 34-Euro-Marke verteidigt wird, bleibt der Weg nach oben technisch frei. Der nächste Widerstand dürfte im Bereich um 36 Euro liegen, wo mehrere Analysten ihre Kursziele angesiedelt haben.
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