Stärkstes operatives Ergebnis seit zehn Jahren, ein massiv ausgeweitetes Investitionsprogramm — und trotzdem ein Fragezeichen über der weiteren Entwicklung. E.ON lieferte 2025 auf ganzer Linie, doch die entscheidende Variable liegt nicht beim Konzern selbst.

Netzgeschäft trägt das Wachstum

Das bereinigte EBITDA kletterte 2025 auf 9,8 Milliarden Euro — am oberen Ende der eigenen Prognose und neun Prozent über dem Vorjahr. Den Löwenanteil steuerte das Segment Energy Networks bei, das zwölf Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zulegte. Rund 70 Prozent der deutschen Onshore-Windkapazitäten und fast die Hälfte aller Photovoltaikanlagen speisen mittlerweile in E.ON-Netze ein — ein struktureller Vorteil, der mit der Energiewende weiter wächst.

Weniger erfreulich verlief das Jahr im Segment Energy Retail: Ein hoher Anteil von Festpreisverträgen in Großbritannien drückte das bereinigte EBITDA dort um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

48 Milliarden Euro bis 2030

Auf diese operative Basis setzt E.ON ein ambitioniertes Investitionsprogramm: 48 Milliarden Euro bis 2030, fünf Milliarden mehr als bisher geplant. Davon fließen 40 Milliarden in Verteilnetze — die Antwort auf wachsende Netzengpässe, die durch erneuerbare Energien und stromhungrige Verbraucher wie Rechenzentren entstehen. Für 2026 sind Investitionen von 8,7 Milliarden Euro vorgesehen.

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Aktionäre erhalten für 2025 eine Dividende von 0,57 Euro je Aktie, zwei Cent mehr als im Vorjahr. Bis 2030 plant E.ON jährliche Steigerungen von bis zu fünf Prozent — allerdings explizit unter dem Vorbehalt adäquater regulatorischer Rahmenbedingungen.

Die Entscheidung aus Bonn

Genau hier liegt der Knackpunkt. Ende März entscheidet die Bundesnetzagentur über den Anpassungsfaktor für Betriebskosten, im November folgt die finale Entscheidung zur Gasregulierung. Beide Beschlüsse bestimmen, welche Eigenkapitalrenditen E.ON auf seine Netzinvestitionen erzielen darf.

Reicht der regulatorische Rahmen nicht aus, verliert das 48-Milliarden-Programm seinen wirtschaftlichen Unterbau. Die Prognose für 2026 fällt denn auch gedämpfter aus: E.ON erwartet ein bereinigtes EBITDA von 9,4 bis 9,6 Milliarden Euro — wobei der scheinbare Rückgang gegenüber 2025 teilweise methodisch bedingt ist, weil ab diesem Jahr temporäre regulatorische Effekte herausgerechnet werden. Langfristig peilt der Konzern für 2030 ein EBITDA von rund 13 Milliarden Euro an.

Der Markt honoriert das Rekordjahr: Mit einem Plus von rund 21 Prozent seit Jahresbeginn markierte die Aktie zuletzt ein neues 52-Wochen-Hoch bei 19,89 Euro. Ob das Tempo hält, entscheidet sich bereits Ende März — noch vor dem nächsten Quartalsbericht am 13. Mai.

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