Apple ist mit Rückenwind ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Rekordumsätze, ein iPhone-Boom und eine überraschend kräftige Erholung in China zeigen: Die Nachfrage ist da. Doch ausgerechnet bei den Lieferketten und Bauteilkosten mahnt das Management zur Vorsicht.

iPhone treibt – China liefert die Überraschung

Im ersten Fiskalquartal (bis 27. Dezember 2025) meldete Apple einen Umsatz von 143,8 Mrd. US-Dollarplus 16% gegenüber dem Vorjahr und über den Erwartungen. Auch beim Gewinn legte der Konzern zu: 42,1 Mrd. US-Dollar Nettoprofit und ein EPS von 2,84 US-Dollar lagen ebenfalls über den Schätzungen.

Der wichtigste Motor war klar das iPhone. Der Bereich erzielte mit 85,3 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord und wuchs um 23%. Besonders ins Auge fiel dabei Greater China: Dort stiegen die Erlöse um 38% auf 25,5 Mrd. US-Dollar – eine deutliche Trendwende in einem der zentralen Märkte.

Auch das Service-Geschäft blieb auf Wachstumskurs: 30 Mrd. US-Dollar Umsatz, dazu eine hohe Bruttomarge von 76,5%. Das ist genau die Art Profitabilität, die Investoren in unsicheren Phasen gern sehen.

Die wichtigsten Quartalsfakten im Überblick:
- Umsatz: 143,8 Mrd. US-Dollar (+16%)
- Gewinn je Aktie (EPS): 2,84 US-Dollar (über Erwartung)
- iPhone-Umsatz: 85,3 Mrd. US-Dollar (+23%)
- Umsatz Greater China: 25,5 Mrd. US-Dollar (+38%)
- Services-Umsatz: 30,0 Mrd. US-Dollar (hohe Marge)

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Teurere Komponenten bremsen die Euphorie

Trotz der starken Zahlen bremste CEO Tim Cook den Ausblick. Apple sprach von einem anhaltenden „Supply chase“-Modus – also einem Umfeld, in dem verfügbare Komponenten aktiv „gejagt“ werden müssen. Konkret wurden deutlich höhere Preise für Speicherchips (DRAM und NAND) genannt, die um 20–30% gestiegen seien.

Für das zweite Fiskalquartal stellt Apple zwar 13–16% Umsatzwachstum in Aussicht. Gleichzeitig ist die Botschaft klar: Steigende Inputkosten könnten die Margen unter Druck setzen. Genau hier liegt der zentrale Balanceakt der nächsten Monate: Wachstum liefern, ohne dass die Kosten die Ertragskraft verwässern.

KI-Offensive – und interne Reibung

Neben dem Zahlenwerk setzt Apple den nächsten Akzent bei KI. Im Januar 2026 schloss der Konzern die Übernahme des Start-ups Q.ai für rund 2 Mrd. US-Dollar ab – die größte Akquisition seit dem Beats-Deal 2014. Die Technologie soll unter anderem nicht-verbale Siri-Steuerung und Interface-Ansätze über Gesichtserkennung stärken.

Gleichzeitig gibt es personelle Spannungen: Berichte bestätigen den Abgang des Siri-Managers Stuart Bowers sowie weiterer Forscher Richtung Wettbewerber wie Google DeepMind und Meta. Um kurzfristige Lücken zu schließen, soll Apple für ein Siri-Upgrade im Frühjahr 2026 laut Berichtslage zudem Googles Gemini-Modelle integrieren. Kann Apple die KI-Beschleunigung trotz Abgängen im Team sauber auf die Straße bringen? Der Konzern versucht es mit Tempo – und pragmatischen Zwischenlösungen.

Im Handel blieb die Reaktion insgesamt kontrolliert: Der Titel schloss am Freitag bei 257,82 US-Dollar. Zusätzlich sorgte allgemeine Marktvolatilität rund um die Nominierung von Kevin Warsh als nächsten Fed-Chef für ein unruhiges Umfeld.

Zum Wochenend-Resümee passt deshalb ein Satz: Operativ liefert Apple stark – der nächste Prüfstein wird, wie gut das Unternehmen Chipkosten, Lieferketten-Engpässe und die KI-Integration bis zum Siri-Update im Frühjahr 2026 zusammenbringt.

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