Gold auf Rekordniveau, ein neuer CEO und ein strategischer Fokus auf Hochglanz-Projekte: Newmont startet mit viel Rückenwind ins Jahr 2026. Der Konzern profitiert wie kaum ein anderer von dem außergewöhnlich starken Goldmarkt und einer konsequent auf margenstarke Minen ausgerichteten Strategie. Entscheidend ist nun, ob die kommenden Quartalszahlen den Eindruck bestätigen, dass hier mehr läuft als nur ein Mitfahren auf der Goldrally.

Gold-Superzyklus als Haupttreiber

Der jüngste Höhenflug der Aktie ist vor allem eine Folge des explosionsartig gestiegenen Goldpreises. Das Edelmetall hat sich im Laufe des Jahres 2025 zur Kernanlage vieler Institutionen entwickelt. Hintergrund ist ein struktureller Wandel: Zentralbanken – insbesondere in Asien – kaufen Gold weitgehend unabhängig vom Preis, um sich ein Stück weit vom dollarbasierten Reservesystem zu lösen.

Hinzu kommen anhaltend hohe Inflationstendenzen und stark gestiegene globale Schulden. Gemeinsam haben diese Faktoren Gold in eine Ausnahmeposition gebracht. Für einen der größten Produzenten der Welt schlägt das direkt auf die Gewinnrechnung durch – und Newmont kann diese Lage besonders gut ausnutzen.

Fokus auf Tier-1-Minen zahlt sich aus

Newmonts Kursstärke ist nicht nur ein Spiegel des Goldpreises, sondern auch Ergebnis einer klaren strategischen Weichenstellung. Der Konzern hat in den vergangenen Jahren konsequent Nebenaktivitäten abgestoßen und seine „Tier 1“-Strategie verschärft: Im Zentrum stehen große, langfristig planbare und hochmargige Lagerstätten.

Ein Schlüsselprojekt ist dabei Ahafo North in Ghana. Die Mine hat im Oktober 2025 die kommerzielle Produktion aufgenommen und ist inzwischen auf ihre geplante Kapazität von rund 300.000 Unzen Gold pro Jahr hochgefahren. Mit All-In Sustaining Costs (AISC) von lediglich 800 bis 900 US-Dollar je Unze liegt Ahafo North im aktuellen Preisumfeld deutlich in der Gewinnzone und generiert hohen freien Cashflow.

Zusätzlichen Schub bringen Synergien aus der Integration der 2024 übernommenen Newcrest-Vermögenswerte. Effizienzgewinne und Portfolio-Straffung machen Newmont für viele Marktteilnehmer zur bevorzugten Aktie, wenn es um direkte Goldexponierung geht.

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Wichtige Eckpunkte im Überblick

  • Goldpreis auf Rekordniveau, getrieben durch Zentralbankkäufe, Inflation und Verschuldung
  • Strategische Konzentration auf „Tier 1“-Minen mit hohen Margen
  • Ahafo North (Ghana) seit Q4/2025 voll in Betrieb, ca. 300.000 Unzen/Jahr, AISC 800–900 USD
  • Synergien aus der Newcrest-Integration stärken Kostenposition und Cashflow

Deutliche Outperformance im Sektor

Während der breite Rohstoff- und Materialsektor 2025 vielfach hinter dem Gesamtmarkt zurückblieb, hat sich Newmont deutlich abgesetzt. Im vierten Quartal war die Aktie laut Vorlage die beste Materialwert-Performance und legte in diesen drei Monaten um fast ein Drittel zu – getrieben vor allem von der Goldrally.

Der Lauf setzte sich zu Jahresbeginn fort. Gestern schloss die Aktie bei 114,15 US-Dollar und liegt damit nur minimal unter ihrem frischen 52‑Wochen-Hoch von 114,63 US-Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich das Plus auf über 180 Prozent – ein bemerkenswerter Wert für einen etablierten Großkonzern.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 125,1 Milliarden US-Dollar (Stand 13. Januar 2026) ist Newmont inzwischen das drittgrößte Bergbauunternehmen weltweit. Die Aktie handelt deutlich über ihren mittleren und langen Durchschnitten, was den starken Aufwärtstrend unterstreicht, und der jüngste Rücksetzer im RSI deutet eher auf eine Verschnaufpause als auf eine Trendwende hin.

Neuer CEO, alter Fokus auf Cashflow

Zum Jahreswechsel gab es einen wichtigen Wechsel an der Spitze: Seit 1. Januar 2026 führt Natascha Viljoen das Unternehmen als President und CEO, sie folgt auf Tom Palmer. Viljoen genießt in der Branche den Ruf, operative Prozesse zu straffen und Kosten im Blick zu behalten. Das passt zur aktuellen Ausrichtung: Portfolio vereinfachen, Margen sichern, freien Cashflow maximieren.

Dass dieser Ansatz Wirkung zeigt, belegen die jüngsten Zahlen. Im dritten Quartal 2025 erzielte Newmont einen Rekordwert von 1,6 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow – das vierte Quartal in Folge mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar. Diese Serie verschafft dem Management Spielraum für Investitionen, Schuldenmanagement und Ausschüttungen.

Q4-Zahlen als nächster Prüfstein

Der nächste zentrale Termin ist bereits gesetzt: Am Donnerstag, 19. Februar 2026, will Newmont nach US-Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen, gefolgt von einer Analystenkonferenz. Besonders spannend wird dabei der erste vollständige Quartalsbeitrag von Ahafo North bei gleichzeitig rekordhohen Goldpreisen im Schlussquartal 2025.

Der Analystenkonsens liegt für das Dezemberquartal bei einem Gewinn je Aktie von rund 1,80 US-Dollar. Im Fokus steht, ob Newmont seine starke Cashflow-Dynamik halten kann. Das Unternehmen hatte auf der letzten Telefonkonferenz allerdings bereits darauf hingewiesen, dass im vierten Quartal spezifische Ausgaben in der Yanacocha-Mine den freien Cashflow vorübergehend dämpfen könnten.

Über das reine Goldgeschäft hinaus rückt zudem ein zweites Standbein stärker ins Blickfeld: die Kupferproduktion. Angesichts der beschleunigten Energiewende sehen Analysten hier mittelfristig einen weiteren Wachstumstreiber. Für Newmont wird der 19. Februar damit zur wichtigen Bewährungsprobe, ob die Kombination aus Gold-Superzyklus, effizientem Portfolio und neuem Management auch in den Zahlen der nächsten Quartale sichtbar bleibt.

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