Scotiabank hebt das Kursziel für Newmont um 33 Prozent an – zeitgleich springt der Goldpreis erstmals über die Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze. Für den weltgrößten Goldproduzenten könnte sich zudem eine strategische Gelegenheit auftun: Rivale Barrick plant einen milliardenschweren Spin-off, bei dem Newmont ein Mitspracherecht hat.

Scotiabank sieht deutliches Potenzial

Am gestrigen Montag erhöhte die Investmentbank Scotiabank ihr Kursziel für Newmont auf 152 US-Dollar je Aktie und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Begründung liegt auf der Hand: Gold markierte im Tagesverlauf bei 5.070,70 US-Dollar ein historisches Hoch. Seit Jahresbeginn legte das Edelmetall bereits um rund 17 Prozent zu, über die vergangenen zwölf Monate summiert sich das Plus auf mehr als 83 Prozent.

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Die Aktie selbst reagierte prompt und stieg um 2,6 Prozent. Dieser Aufschwung spiegelt die unmittelbare Abhängigkeit des Geschäftsmodells vom Goldpreis wider – höhere Notierungen bedeuten bessere Margen und steigende Gewinne.

Barrick-Transaktion eröffnet Optionen

Parallel dazu positioniert sich Newmont in einer bemerkenswerten Ausgangslage: Wettbewerber Barrick Mining bereitet einen Spin-off seiner nordamerikanischen Vermögenswerte vor, bewertet mit etwa 42 Milliarden US-Dollar. Das Herzstück dieser Transaktion sind die Nevada Gold Mines, ein Joint Venture, an dem Newmont mit 38,5 Prozent beteiligt ist.

Laut Vereinbarung verfügt Newmont über ein Vorkaufsrecht für die verbleibenden Anteile. Das gibt dem Konzern erheblichen Einfluss: Entweder blockiert Newmont die Pläne des Konkurrenten oder sichert sich zusätzliche erstklassige Assets in Nevada. Beide Szenarien stärken die strategische Position.

Buschbrände bremsen Boddington-Mine

Weniger erfreulich ist die Lage im australischen Boddington. Anfang Januar teilte Newmont mit, dass Buschfeuer in Westaustralien die Wasserversorgung beschädigt haben. Die Verarbeitungsanlage läuft aktuell nur mit 50 bis 60 Prozent Kapazität, die Wiederherstellung soll bis Februar abgeschlossen sein.

Das Unternehmen rechnet mit einem Produktionsausfall von etwa 60.000 Unzen Gold im ersten Quartal 2026. Bei einem Goldpreis von über 5.000 US-Dollar je Unze summiert sich dieser Ausfall auf einen dreistelligen Millionenbetrag – wenngleich die kritische Infrastruktur unbeschädigt blieb.

Zentralbanken treiben Nachfrage

Der Höhenflug des Goldpreises speist sich aus mehreren Quellen. Geopolitische Spannungen rund um Grönland, Venezuela und den Nahen Osten haben die Nachfrage nach sicheren Anlagen befeuert. Besonders auffällig: Zentralbanken kaufen laut Goldman Sachs im Schnitt rund 60 Tonnen Gold pro Monat – mehr als das Dreifache des Niveaus vor 2022.

Deutsche Bank und Societe Generale halten einen Anstieg auf 6.000 US-Dollar je Unze bis Jahresende für möglich. Sollte diese Prognose eintreffen, würde sich die Ertragslage für Newmont weiter verbessern.

Am 19. Februar legt Newmont die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vor. Anleger werden dann sehen, wie sich die Kombination aus Rekordgoldpreisen und temporären Produktionseinschränkungen in den Büchern niederschlägt.

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