Der US-Aktienmarkt schließt diese Woche erneut im Minus — und diesmal ist der Ausverkauf kein Zufall. Der Iran-Konflikt hält die Börsen fest im Griff, und mit jedem weiteren Kriegstag wächst die Nervosität der Anleger spürbar.

Der S&P 500 verliert heute rund 1,5 Prozent und notiert zum Handelsschluss bei 6.506,48 Punkten. Für die Gesamtwoche ergibt sich damit ein Minus von knapp zwei Prozent — die vierte rote Woche am Stück. Das ist kein kurzfristiges Rauschen mehr, sondern ein klarer Abwärtstrend.

Geopolitik drückt auf die Stimmung

Der Auslöser ist bekannt, die Wirkung bleibt dennoch ernst: Irans anhaltende Angriffe auf Öl- und Gasinfrastrukturen der Golfstaaten sowie Berichte über den Einsatz weiterer US-Kriegsschiffe und Truppen trieben die geopolitische Risikoprämie am heutigen Freitag weiter nach oben. Hinzu kommen Spekulationen, die USA könnten die iranische Ölexportinsel Kharg unter ihre Kontrolle bringen — ein Szenario, das an den Märkten für zusätzliche Anspannung sorgt.

Laut einem Barclays-Strategen befindet sich der Konflikt möglicherweise noch in der Eskalationsphase. Der vom Weißen Haus genannte Zeitrahmen von vier bis sechs Wochen sei noch nicht überschritten. Eine Deeskalation sei zwar nicht absehbar, aber angesichts der wachsenden wirtschaftlichen und politischen Kosten des Krieges wohl der logisch nächste Schritt — wann auch immer der kommt.

Alle drei großen Indizes unter der 200-Tage-Linie

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei S&P 500?

Technisch betrachtet hat sich das Bild merklich eingetrübt. Der S&P 500, der Dow Jones und der Nasdaq 100 notieren inzwischen allesamt unterhalb ihrer jeweiligen 200-Tage-Durchschnittslinien. Zuletzt war das im Frühjahr 2025 der Fall, als Donald Trumps Zollschock die Märkte erschütterte.

Der Dow Jones beendete den Handel 0,96 Prozent tiefer bei 45.577,47 Punkten und hat seit seinem Februar-Allzeithoch inzwischen fast zehn Prozent verloren. Der Nasdaq 100 gab heute mit einem Minus von 1,88 Prozent auf 23.898,15 Punkte am deutlichsten nach — Technologiewerte reagieren in solchen Phasen besonders sensibel auf steigende Unsicherheit.

Auch die Notenbank gerät ins Blickfeld. Der anhaltende Konflikt zwingt Anleger dazu, ihre Erwartungen an weitere Fed-Zinssenkungen neu zu kalibrieren — Energie- und Rohstoffpreise könnten den Inflationspfad länger erhöht halten als bisher gedacht.

Am Rande gab es durchaus Lichtblicke: FedEx legte nach starken Quartalszahlen und einer angehobenen Jahresprognose rund zwei Prozent zu. ARM Holdings gewann 3,6 Prozent, gestützt von einer Kaufempfehlung mit Verweis auf das KI-Serverpotenzial des Chipentwicklers. Auf der anderen Seite brach Super Micro Computer um 27 Prozent ein, nachdem ein Mitgründer wegen des Verdachts angeklagt wurde, Nvidia-Chips im Milliardenwert illegal nach China geliefert zu haben.

Die eigentliche Frage bleibt vorerst offen: Wie lange noch eskaliert der Iran-Konflikt, bevor politischer und wirtschaftlicher Druck eine Wende erzwingt?

Anzeige

S&P 500: Kaufen oder verkaufen?! Neue S&P 500-Analyse vom 21. März liefert die Antwort:

Die neusten S&P 500-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für S&P 500-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

S&P 500: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...