Newmont hat 2025 ein historisches Jahr hinter sich – mit Rekord-Cashflow, einer neuen CEO und einem drastischen Schuldenabbau. Doch für 2026 senkt der weltgrößte Goldproduzent die Produktionsprognose deutlich. Während Analysten optimistisch bleiben, stellt sich die Frage: Ist die geplante Delle kalkuliert oder riskant?

Rekordjahr 2025: 7,3 Milliarden Dollar freier Cashflow

Die am 19. Februar 2026 veröffentlichten Zahlen für 2025 setzten neue Maßstäbe: Newmont generierte einen freien Cashflow von 7,3 Milliarden Dollar – ein Unternehmensrekord. Allein im vierten Quartal flossen 2,8 Milliarden Dollar in die Kassen. Die Produktion belief sich auf 5,9 Millionen Unzen Gold, 28 Millionen Unzen Silber und 135.000 Tonnen Kupfer.

Im Schlussquartal übertraf der Konzern die Erwartungen deutlich: Der Gewinn je Aktie lag bei 2,52 Dollar – 0,71 Dollar über der Konsensschätzung von 1,81 Dollar. Die Nettomarge erreichte 31,25 Prozent, die Eigenkapitalrendite 23,28 Prozent. Der Quartalsumsatz von 6,82 Milliarden Dollar übertraf die Analystenschätzung von 6,18 Milliarden Dollar klar.

Mit den starken Ergebnissen konnte Newmont seine Verschuldung um 3,4 Milliarden Dollar reduzieren und das Jahr mit einem positiven Netto-Cashbestand abschließen.

Führungswechsel: Erste Frau an der Spitze

Seit dem 1. Januar 2026 lenkt Natascha Viljoen die Geschicke des Bergbaugiganten – als erste Frau in dieser Position. Sie übernahm von Tom Palmer, der nach der erfolgreichen Integration der Newcrest-Übernahme in den Ruhestand ging. Viljoen, zuvor CEO von Anglo American Platinum, bringt über drei Jahrzehnte Branchenerfahrung mit. Seit ihrem Einstieg als COO im Jahr 2023 fokussierte sie sich auf Arbeitssicherheit, operative Disziplin und den Aufbau leistungsstarker Teams. Palmer bleibt bis zum 31. März 2026 als strategischer Berater an Bord.

Produktionsrückgang geplant – Boddington schwächelt

Für 2026 rechnet Newmont mit einer Goldproduktion von rund 5,3 Millionen Unzen – deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die All-in-Sustaining-Kosten sollen bei etwa 1.680 Dollar je Unze liegen, bei gleichzeitig hohen Investitionen in Erhaltungs- und Entwicklungskapital.

Ein wesentlicher Grund für den Rückgang: Im Dezember 2025 beschädigten Buschfeuer kritische Wasserinfrastruktur in der Boddington-Mine in Australien. Die Anlage läuft seither mit reduzierter Kapazität, was im ersten Quartal 2026 einen Produktionsausfall von etwa 60.000 Unzen zur Folge haben dürfte.

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Etwa 52 Prozent der Jahresproduktion werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte anfallen – getragen von den Schlüsselanlagen Boddington, Tanami, Lihir und Cerro Negro.

800 Millionen Dollar für Argentinien-Expansion

Trotz politischer Unsicherheiten in der Region setzt Newmont ein klares Signal: Der Konzern investiert 800 Millionen Dollar über sechs Jahre in den Ausbau der Cerro Negro-Mine in Argentinien. Die Maßnahme unterstreicht das langfristige Vertrauen in den Standort und das Projekt.

Analysten heben Kursziele an – Optionsaktivität steigt

Jüngst verzeichnete Newmont ungewöhnlich hohes Interesse am Optionsmarkt: Investoren kauften 67.628 Call-Optionen – ein Anstieg um rund 91 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Tagesvolumen von 35.433 Calls.

Auch unter Analysten überwiegt der Optimismus: Raymond James hob das Kursziel von 111 auf 130 Dollar an und vergab ein „Outperform"-Rating. Canaccord Genuity erhöhte das Ziel von 115 auf 140 Dollar („Buy"), Citigroup stufte die Aktie auf „Buy" hoch und hob das Kursziel von 118 auf 150 Dollar. Insgesamt bewerten zwei Analysten die Aktie mit „Strong Buy", 16 mit „Buy" und vier mit „Hold". Das durchschnittliche Kursziel liegt laut MarketBeat bei 133,68 Dollar.

Dividende und Aktienrückkäufe

Der Vorstand beschloss für das vierte Quartal 2025 eine Dividende von 0,26 Dollar je Aktie, zahlbar am 26. März 2026. Das entspricht der Verpflichtung, jährlich 1,1 Milliarden Dollar an die Aktionäre zurückzugeben. Newmont setzt dabei auf Aktienrückkäufe, um die Dividende je Aktie langfristig zu steigern, ohne die Gesamtausschüttung zu erhöhen.

Schuldenabbau und Nachhaltigkeitsziele

Durch den Verkauf nicht-strategischer Vermögenswerte wie der Musselwhite- und Éléonore-Minen übertraf Newmont sein Desinvestitionsziel von 2 Milliarden Dollar deutlich und erzielte Erlöse von 4,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen erreichte damit eine nahezu schuldenfreie Position.

Im Bereich Nachhaltigkeit reduzierte Newmont seine CO₂-Emissionen um 15 Prozent gegenüber dem Basiswert – ein Fortschritt, der den Konzern im ESG-Bereich der Bergbauindustrie als Vorreiter positioniert.

Fokus auf Disziplin statt Menge

Newmont navigiert derzeit durch ein anspruchsvolles Umfeld. Die geplante Produktionsdelle auf 5,3 Millionen Unzen im Jahr 2026 wird die Geduld der Investoren auf die Probe stellen. Das Unternehmen setzt bewusst auf operative Disziplin und verzichtet darauf, um jeden Preis zusätzliche Unzen zu fördern. Der starke Cashflow ermöglicht Aktienrückkäufe und stärkt die Bilanz weiter.

Die nächsten Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 werden am 23. April 2026 erwartet. Investoren dürften insbesondere auf Updates zur Erholung in Boddington und den Fortschritt der Cerro Negro-Expansion achten.

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