Newmont steckt mitten in einem handfesten Rechtsstreit mit Barrick Gold — und das ausgerechnet in einem Jahr, das für den weltgrößten Goldproduzenten ohnehin schon als operatives Tief eingeplant ist. Der Konflikt um das gemeinsame Nevada-Geschäft könnte weitreichende Folgen haben: für die Produktion, für Barricks Börsenpläne und für Newmonts eigene Kapitalplanung.

Der Streit um Nevada Gold Mines

Am 3. Februar schickte Newmont dem Partner Barrick eine formelle Mängelrüge. Der Vorwurf: Barrick habe als Betreiber des gemeinsamen Joint Ventures Nevada Gold Mines (NGM) Ressourcen zugunsten des eigenen Projekts Fourmile umgeleitet — und damit den JV-Vertrag von 2019 verletzt. Newmont hält 38,5 Prozent an NGM, Barrick die restlichen 61,5 Prozent.

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CEO Natascha Viljoen beschrieb die Gespräche mit Barrick gegenüber Analysten als konstruktiv. Beide Seiten arbeiteten im Interesse ihrer Aktionäre. Bleibt der Streit dennoch ungelöst, sieht der Vertrag eine 30-tägige Frist zur Abhilfe vor — danach droht ein Gerichtsverfahren in Nevada.

Barricks IPO-Pläne unter Druck

Besonders heikel ist der Zeitpunkt für Barrick. Das Unternehmen plant, sein nordamerikanisches Geschäft auszugliedern und noch in diesem Jahr zehn bis 15 Prozent davon an die Börse zu bringen. Das neue Vehikel würde Barricks NGM-Anteil, das Fourmile-Projekt sowie eine Mine in der Dominikanischen Republik umfassen — ebenfalls ein Joint Venture mit Newmont.

Newmont ist der Ansicht, dass dieser Schritt seiner Zustimmung bedarf, und hat nach Informationen aus dem Umfeld der Beteiligten bereits Interesse an Barricks Nevada-Assets signalisiert. Ob der geplante Börsengang wie vorgesehen stattfinden kann, ist damit offen.

Operativer Gegenwind und starke Bilanz

Unabhängig vom Rechtsstreit steht 2026 für Newmont unter dem Vorzeichen sinkender Produktion. Die Jahresprognose liegt bei 5,3 Millionen Goldunzen, die All-in Sustaining Costs sollen auf 1.680 US-Dollar je Unze steigen — bedingt durch geplante Minensequenzierungen und Steueränderungen in Ghana. Ein Buschbrand in der Boddington-Mine hat das erste Quartal bereits um rund 60.000 Unzen erleichtert.

Dem gegenüber steht eine solide Ausgangslage: Newmont erzielte 2025 einen rekordhohen freien Cashflow von 7,3 Milliarden US-Dollar, baute 3,4 Milliarden Dollar Schulden ab und schloss das Jahr mit einer Nettocashposition von 2,1 Milliarden Dollar. Die Aktie hat seit ihrem Januarhoch spürbar nachgegeben und notiert aktuell rund 15 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts.

Analysten bleiben optimistisch

Trotz der Belastungen halten mehrere Banken an positiven Einschätzungen fest. Bernstein stufte Newmont Ende Februar auf „Outperform" hoch und nannte ein Kursziel von 157 US-Dollar — mit Verweis auf das bullishe Goldumfeld, die neue CEO und eine mögliche Annäherung mit Barrick. Die Bank of America erhöhte ihr Kursziel zeitgleich von 134 auf 151 US-Dollar bei unverändertem Kaufvotum.

Am 23. April legt Newmont seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann dürfte vor allem der Stand des Nevada-Streits im Mittelpunkt stehen — und ob die geplante Produktionstalsohle tatsächlich so glimpflich verläuft wie erhofft. Die zugesagte Jahresdividende von 1,1 Milliarden US-Dollar gibt dem Unternehmen dabei zumindest finanziellen Spielraum.

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