Newmont Aktie: Perfekter Gegenwind
Der Goldpreis hat in dieser Woche seinen stärksten Wocheneinbruch seit 1983 erlitten — und Newmont trifft das mit voller Wucht. Die Eskalation im Nahen Osten, steigende Ölpreise und eine unveränderte Fed-Zinspolitik haben einen Cocktail erzeugt, der für Goldminen-Aktien besonders giftig ist.
Warum der Druck so stark ist
Die US-Notenbank hielt auf ihrer Sitzung vom 17. bis 18. März die Zinsen erneut unverändert in der Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent. Damit sind Zinssenkungen im Juni faktisch vom Tisch — zu stark ist der Inflationsdruck durch den Ölpreisanstieg. Brent-Rohöl sprang zwischenzeitlich um fast 7 Prozent auf 114 Dollar je Barrel, ausgelöst durch Angriffe auf die Golfinfrastruktur infolge der Schließung der Straße von Hormus.
Für Goldminen ergibt sich daraus eine doppelte Belastung: Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten des Goldhaltens, während steigende Energiepreise direkt auf die Förderkosten drücken. Gold fiel auf rund 4.551 Dollar je Unze — das niedrigste Niveau seit Januar.
Newmont-Aktien brachen am Donnerstag zeitweise unter die 100-Dollar-Marke, ein Niveau, das zuletzt Anfang Januar unterschritten wurde. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch steht die Aktie inzwischen rund 25 Prozent tiefer.
Unternehmensbelastungen kommen hinzu
Unabhängig vom Marktumfeld hat Newmont eigene Baustellen. Das Unternehmen steuert 2026 bewusst auf ein Produktionstief zu: Die geplante Fördermenge von 5,3 Millionen Unzen liegt rund 7 Prozent unter dem Vorjahr, bedingt durch Minensequenzierungen in Ahafo South, Peñasquito und Cadia. Die All-in-Sustaining-Costs werden bei einem Goldpreis von 4.500 Dollar auf rund 1.680 Dollar je Unze veranschlagt — jeder Rückgang des Goldpreises um 100 Dollar erhöht diese Kennzahl um weitere 6 Dollar.
Zusätzlich schwelt ein Rechtsstreit: Im Februar stellte Newmont Barrick Gold beim Nevada Gold Mines Joint Venture eine formelle Verzugsmitteilung zu. Barrick soll Ressourcen zugunsten des eigenen Fourmile-Projekts abgezogen haben. Eine Lösung könnte Jahre dauern.
Zwei Führungskräfte verkauften im März Aktien zu Kursen zwischen 108 und 111 Dollar — beide Transaktionen erfolgten im Rahmen vorab festgelegter 10b5-1-Handelspläne. Dennoch: In den vergangenen zwölf Monaten gab es 23 Insider-Verkäufe und keinen einzigen Kauf.
Starke Basis, schwieriges Quartal
Das Bild ist nicht durchweg negativ. Im vierten Quartal 2025 übertraf Newmont die Gewinnerwartungen deutlich: 2,52 Dollar je Aktie gegenüber dem Konsens von 1,81 Dollar. Der freie Cashflow erreichte für das Gesamtjahr 7,3 Milliarden Dollar, die Nettoverschuldung wurde um 3,4 Milliarden Dollar abgebaut. BMO Capital Markets hält trotz einer leichten Kurszielreduktion auf 140 Dollar an der Outperform-Einstufung fest; das durchschnittliche Kursziel von 18 Analysten liegt bei 141,67 Dollar.
Am 23. April legt Newmont die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, wie stark der Goldpreisrückgang die Margen im laufenden Trogquartal tatsächlich belastet — und ob es beim Nevada-Streit erste Bewegung gibt.
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