Netflix hat sich Ende Februar bis in den März hinein deutlich erholt. Auslöser war vor allem der Rückzug aus einem teuren Übernahmerennen – und eine Serie von Analysten-Hochstufungen, die den Optimismus zusätzlich befeuerte. Entscheidend ist jetzt, ob das Unternehmen ohne „Mega-Deal“ genug Wachstum aus eigener Kraft liefert.

Rückzug aus dem Warner-Deal

Im Februar legte die Aktie um 15,3% zu. Treiber war vor allem, dass Netflix sein 83-Milliarden-Dollar-Gebot für Warner Bros. Discovery fallenließ. Geplant war ein reiner Bar-Deal – und genau das sorgte für Skepsis, weil er die Schuldenlast laut Bericht um das Fünf- bis Sechsfache erhöht hätte.

Netflix erhielt nach dem Ausstieg eine Abbruchgebühr von 2,8 Milliarden Dollar, nachdem Warner Bros. das Angebot von Paramount Skydance als überlegen einstufte. Am Markt kam vor allem gut an, dass Netflix sein Gebot nicht noch einmal erhöhte.

Zum Jahresende 2025 standen laut Artikel 9 Milliarden Dollar Cash 13,5 Milliarden Dollar langfristigen Schulden gegenüber. In dieser Ausgangslage hätte die geplante Transaktion die Bilanz spürbar angespannt.

Analysten ziehen nach

Die Erleichterung zeigte sich schnell in neuen Bewertungen: CFRA-Analyst Kenneth Leon stufte am Freitag von „Hold“ auf „Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 115 Dollar. Bereits am Montag zuvor hob JPMorgan auf „Overweight“ an und nannte 120 Dollar als Kursziel. Barclays nahm die Beobachtung am gleichen Tag wieder auf, mit „Equal-Weight“ und ebenfalls 115 Dollar Kursziel.

Nach dem Scheitern des Deals kam es zudem zu einer fünftägigen Rally, die die Aktie laut Bericht um fast 25% nach oben trug. Der Markt wertete das als Vertrauensbeweis für die eigenständige Strategie.

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Zahlen stützen die Erholung – Werbung und Inhalte als Hebel

Die Erholung hängt nicht nur an Stimmung. Für 2025 meldete Netflix einen Umsatz von 45 Milliarden Dollar, plus 16% gegenüber dem Vorjahr. Weil Kosten und Ausgaben langsamer stiegen als der Umsatz, kletterte das operative Ergebnis um 28%.

Unterm Strich belasteten zwar geringere Zinserträge und höhere Steuern. Dennoch stieg der Nettogewinn auf 11 Milliarden Dollar, ein Plus von 26%. Die Kundenzahl wuchs weltweit auf 325 Millionen Abonnenten, was einem Zuwachs von 8% entspricht – solide, aber laut Text mit nachlassendem Tempo. Besonders wichtig: Der freie Cashflow erreichte 2025 mit 9,5 Milliarden Dollar einen Rekord und lag über der eigenen Prognose.

Für 2026 peilt Netflix 50,7 bis 51,7 Milliarden Dollar Umsatz an (12% bis 14% Wachstum). Für das erste Quartal stellt das Management 12,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht (+15,3%) sowie 3,9 Milliarden Dollar operatives Ergebnis (+17%).

Weil das Abo-Wachstum in entwickelten Märkten reifer wird, rückt Werbung als zusätzlicher Ertragstreiber in den Vordergrund. Die Werbeumsätze stiegen 2025 auf mehr als das 2,5-Fache. Für 2026 erwartet das Management, dass sich dieser Bereich noch einmal in Richtung rund 3 Milliarden Dollar Umsatz verdoppelt.

Kurzfristig soll auch das März-Programm Impulse liefern. Genannt werden unter anderem die zweite Staffel von One Piece sowie der MLB Opening Day. In der zweiten Jahreshälfte 2025 stiegen die globalen Sehstunden um 2%, während die Nutzung von Marken-Originalen um 9% zulegte (nach 7% im ersten Halbjahr).

Zum Schluss bleibt vor allem ein Punkt: Die Bewertung setzt laut Artikel saubere Umsetzung voraus – mit Fokus auf organisches Wachstum aus Werbung und einem für 2026 geplanten Plus von 10% bei den Content-Ausgaben, ohne den zusätzlichen Ballast einer schuldenintensiven Großübernahme.

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