AMD Aktie: Mega-Deals im Gegenwind
Der Chipentwickler AMD sichert sich derzeit historische KI-Großaufträge von Tech-Giganten wie Meta und OpenAI. Dennoch hat die Aktie in den vergangenen Wochen spürbar an Wert verloren. Warum geriet das Papier zuletzt unter Druck, obwohl das operative Geschäft Rekorde verzeichnet?
Rekordzahlen treffen auf überzogene Erwartungen
Im vierten Quartal 2025 übertraf AMD die Erwartungen der Wall Street deutlich. Mit einem Umsatz von 10,27 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 1,53 US-Dollar pro Aktie ließ das Unternehmen die durchschnittlichen Analystenprognosen hinter sich. Auch der Ausblick für das laufende erste Quartal 2026 übertraf die allgemeine Markterwartung. Dennoch gab der Kurs im Februar im Rahmen eines breiteren Abverkaufs im Technologiesektor nach. Verantwortlich für die Korrektur waren extrem hohe Markterwartungen: Einige Investoren hatten im Vorfeld auf noch aggressivere Umsatzziele im KI-Bereich spekuliert und reagierten auf den realistischeren Ausblick des Managements mit Gewinnmitnahmen. Hinzu kamen makroökonomische Faktoren wie steigende Ölpreise und geopolitische Spannungen, die den gesamten Sektor belasteten.
Meta und OpenAI sichern die Zukunft
Abseits der kurzfristigen Kursschwankungen baut AMD seine Marktposition als zweitwichtigster Player im KI-Markt massiv aus. Das Unternehmen verkündete eine mehrjährige Partnerschaft mit Meta zur Lieferung von Infrastruktur. Der Social-Media-Konzern wird bis zu 6 Gigawatt an Rechenleistung durch AMDs Instinct-GPUs beziehen. Die Auslieferungen der ersten Tranche sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen. Ein fast identisches Abkommen über ebenfalls 6 Gigawatt schloss AMD bereits im Herbst mit OpenAI ab. Zusammen mit weiteren Bestellungen, etwa 50.000 KI-Chips für Oracle, hat sich AMD damit ein verlässliches Fundament für die kommenden Jahre geschaffen.
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Technologischer Vorsprung als Verkaufsargument
Ein zentraler Treiber für diese Großaufträge ist die kommende Chip-Generation. Der neue MI450-Chip wird dank der Zusammenarbeit mit dem Auftragsfertiger TSMC im fortschrittlichen 2-Nanometer-Verfahren hergestellt. Dies verschafft AMD einen technologischen Vorteil gegenüber dem Hauptkonkurrenten Nvidia, dessen Architektur auf der 3-Nanometer-Technologie basiert. Das Management prognostiziert für die kommenden drei Jahre ein jährliches Umsatzwachstum von 35 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, fokussiert sich das Unternehmen nun stark auf die Absicherung der Lieferketten, insbesondere bei der Beschaffung von Speicherchips und Wafern.
Nach einem Rückgang von gut 13 Prozent seit Jahresbeginn notierte die Aktie am Freitag bei 165,80 Euro. Für Anleger verschiebt sich der Fokus nun von reinen Ankündigungen auf die operative Umsetzung. CEO Lisa Su rechnet im Datencenter-Segment für das aktuelle erste Quartal 2026 mit einem jährlichen Wachstum von über 60 Prozent und plant, das KI-Geschäft bis 2027 auf einen zweistelligen Milliardenbetrag zu skalieren. Ob die Aktie ihren langfristigen Aufwärtstrend – auf 12-Monats-Sicht steht ein Plus von knapp 86 Prozent zu Buche – fortsetzen kann, wird sich maßgeblich an der pünktlichen Auslieferung der Meta- und OpenAI-Systeme im zweiten Halbjahr entscheiden.
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