Bougainville stellt die Weichen im Ringen um die Panguna-Mine neu – und zwar unerwartet. Am Freitag lehnte die politische Führung Änderungen am Bergbaugesetz ab, die Schürfrechte an eine neue Einheit („Bougainville Advance Mining“) übertragen sollten. Damit geraten die bisherigen Regierungspläne ins Stocken – und Bougainville Copper rückt wieder näher an die zentrale Bühne.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Mining Act-Novelle abgelehnt (Freitag): Übertragung von Schürfrechten an „Bougainville Advance Mining“ vorerst gestoppt
- BCL-Topmanager gehen: Sir Moi Avei und Peter Maxwell Graham treten zurück (wirksam 27. Februar 2026)
- Politischer Auslöser: MOU der Regierung mit Lloyds Metals and Energy aus November 2025
- Regierung als Mehrheitseigner: Autonome Regierung Bougainvilles hält 72,9% an Bougainville Copper
- Panguna-Ressourcen: geschätzt 5,3 Mio. Tonnen Kupfer und 19,3 Mio. Unzen Gold (Wert-Schätzung: rund 28 Mrd. US-Dollar)

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Gesetzesveto dreht die Dynamik

Die abgelehnte Gesetzesänderung galt als Schlüssel, um Schürfrechte an „Bougainville Advance Mining“ zu übertragen. Beobachter sahen darin einen Schritt, der die Position von Lloyds Metals and Energy (LMEL) festigen sollte, das von der Autonomen Regierung Bougainvilles (ABG) als bevorzugter Partner ausgewählt wurde.

Mit dem Veto ist dieser direkte Weg vorerst versperrt. Das erschwert nicht nur die Umsetzung der Regierungspläne, sondern kann Bougainville Copper wieder relevanter machen – oder zumindest die Frage von möglichen Eingriffen gegen das Unternehmen deutlich komplizierter gestalten. Brisant: Obwohl die Regierung 72,9% hält, war BCL bei der Partnerwahl zuvor übergangen worden.

Rücktritte im Vorstand erhöhen den Druck

Parallel zur politischen Blockade verschärft sich die Lage im Unternehmen selbst. Bougainville Copper meldete am 9. Februar, dass die Direktoren Sir Moi Avei und Peter Maxwell Graham ihre Ämter niederlegen. Wirksam wird der Rücktritt zum 27. Februar 2026.

Im Hintergrund steht der Konflikt mit dem Mehrheitseigner ABG: Das im November 2025 unterzeichnete Memorandum of Understanding mit LMEL stellte BCL faktisch vor vollendete Tatsachen. Genau diese ungeklärte strategische Richtung hat nun sichtbare personelle Folgen.

Panguna-Mine: Wertvoll – und politisch aufgeladen

Im Zentrum des Streits steht die Panguna-Mine, deren Betrieb 1989 im Zuge des Bürgerkriegs eingestellt wurde. Die Lagerstätte zählt zu den größten unerschlossenen Kupfer- und Goldvorkommen; der Wert der Ressourcen wird auf rund 28 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Die Regierung betrachtet mögliche Einnahmen als wichtigen Baustein für die geplante Unabhängigkeit 2027. Gleichzeitig gibt es Kritik an der Transparenz rund um den LMEL-Deal – auch mit Blick darauf, dass LMEL laut den Berichten wenig Erfahrung im komplexen Kupferbergbau hat. BCL hatte stattdessen eine Partnerschaft mit der CMOC Group bevorzugt, diese wurde jedoch abgelehnt.

Der nächste konkrete Termin ist der 27. Februar 2026: Dann werden die Rücktritte im BCL-Direktorium wirksam – in einer Phase, in der das Gesetzesveto zwar den schnellen Zugriff über neue Strukturen bremst, der Konflikt zwischen Regierung und Unternehmen aber ungelöst bleibt.

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