Warburg Research traut dem Halbleiterausrüster mehr zu als bisher. Das neue Kursziel liegt bei 65 Euro – und die Begründung liefert einen Blick auf die aktuellen Verwerfungen im Chip-Markt.

Analyst Malte Schaumann hob das Kursziel Anfang Februar von 58 auf 65 Euro an und bestätigte seine Kaufempfehlung. Im Kern steht die Erwartung, dass Süss MicroTec überproportional von den Investitionen in fortschrittliche Packaging-Verfahren profitieren wird. Diese Technologien gewinnen an Bedeutung, da sich die Chipindustrie zunehmend auf dreidimensionale Architekturen und heterogene Integration konzentriert.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

  • Warburg Research erhöht Kursziel auf 65 Euro (zuvor: 58 Euro)
  • Große Speicherhersteller gehen gegen Horten von Chips vor
  • Intel bekräftigt Engagement bei GPUs und KI-Beschleunigern
  • Aktie handelt aktuell bei 47,56 Euro

Speicherhersteller drosseln Panikkäufe

Parallel zu den positiven Analystenstimmen verdichten sich Berichte über eine striktere Angebotspolitik der großen Speicherproduzenten. Samsung, SK Hynix und Micron versuchen laut Branchendiensten wie Nikkei Asia und TrendForce, das sogenannte "Hoarding" einzudämmen – also das vorsorgliche Aufstocken von Lagerbeständen durch Kunden.

Diese Maßnahmen bestätigen indirekt, dass die Nachfrage nach Speicherchips angespannt bleibt. Für Ausrüster bedeutet das: Die Hersteller werden mittelfristig Kapazitäten erweitern müssen, wenn sie die Nachfrage bedienen wollen. Genau hier könnte Süss MicroTec ins Spiel kommen – das Unternehmen liefert Wafer-Bonder und Reinigungssysteme, die für moderne Fertigungsprozesse unverzichtbar sind.

Intel hält an GPU-Strategie fest

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Auch auf der Logik-Chip-Seite gibt es stabilisierende Signale. Intel-CEO Lip-Bu Tan stellte auf dem AI Summit klar, dass der Konzern trotz früherer Spekulationen nicht aus dem GPU-Geschäft aussteigen wird. Die strategische Bedeutung eigener Grafikprozessoren und KI-Beschleuniger bleibe zentral.

Für die Halbleiter-Zulieferindustrie ist das ein wichtiges Signal: Wenn selbst Unternehmen unter Kostendruck ihre Technologiepläne bekräftigen, dürfte das Investitionsumfeld stabiler sein als zeitweise befürchtet.

Was die Zahlen zeigen

Die Aktie notiert derzeit knapp 29 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und rund 7 Prozent über der 50-Tage-Linie. Nach dem Tief von 24,28 Euro im September hat sich der Kurs nahezu verdoppelt. Vom Januar-Hoch bei 51 Euro hat die Aktie allerdings wieder etwa 7 Prozent abgegeben.

Entscheidend wird sein, ob sich die angespannte Lage im Speichermarkt in konkreten Auftragseingängen niederschlägt. Die Investitionspläne der großen Foundries bleiben der wichtigste Frühindikator für das Geschäft der Ausrüster. Mit dem erhöhten Kursziel von Warburg haben Anleger zumindest eine klare Marke, an der sich das mittelfristige Potenzial bemessen lässt.

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