Netflix zieht den Stecker bei der Übernahme von Warner Bros. Discovery. Der Markt reagiert erleichtert, weil damit ein monatelanger Schwebezustand endet. Statt Bieterschlacht setzt das Management wieder auf das Kerngeschäft – und auf Aktienrückkäufe.

Am Donnerstag erklärte Netflix, das eigene Angebot für Warner Bros. Discovery nicht zu erhöhen. Auslöser: Der Warner-Vorstand stufte einen konkurrierenden Vorschlag von Paramount Skydance als „überlegen“ ein. Netflix begründete den Rückzug damit, dass der Deal zum geforderten Preis „nicht mehr finanziell attraktiv“ sei.

Erleichterung statt Übernahmerisiko

Die Nachricht nahm Druck aus der Aktie, weil viele Investoren bei einer großen Studio-Übernahme vor allem zwei Punkte fürchteten: zusätzliche Verschuldung und eine komplexe Integration eines klassischen Hollywood-Geschäfts. Mit dem Rückzug kassiert Netflix zudem eine Abbruchgebühr von 2,8 Milliarden Dollar – frisches Kapital, das die Bilanz und die Spielräume stärkt.

Zurück zum Kerngeschäft und zu Rückkäufen

Ohne Warner-Deal will Netflix die organische Wachstumsstrategie wieder klar in den Vordergrund stellen. Für dieses Jahr sind rund 20 Milliarden Dollar an Investitionen in Filme und Serien geplant. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms an – passend zur eigenen Kapitalallokation.

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Das Management betonte, der Vorstoß in Richtung Warner sei stets eine Option „nice to have“ gewesen – allerdings nur zum richtigen Preis, nicht als Voraussetzung für den weiteren Erfolg.

Zahlen und Ausblick

Operativ sieht sich Netflix auf Wachstumskurs: Im vierten Quartal 2025 übertraf der Konzern 325 Millionen zahlende Mitgliedschaften. Der Umsatz stieg in diesem Quartal um 18% gegenüber dem Vorjahr. Für 2026 stellt Netflix ein Umsatzwachstum von 12% bis 14% in Aussicht.

Der Fokus richtet sich damit wieder stärker auf den Ausbau der Abonnentenzahl, das Wachstum des werbefinanzierten Tarifs und die Kontrolle der Content-Kosten. Als nächster Fixpunkt gilt die Umsetzung der angekündigten Content-Ausgaben und der Aktienrückkäufe im laufenden Jahr.

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