Netflix-Aktien setzten ihre Erholung zum März-Auftakt fort. Die Papiere schlossen am 2. März bei 97,09 Dollar – ein Plus von 0,88 Prozent. Der Grund für die anhaltende Rally: Die Entscheidung des Streaming-Konzerns, die 83 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner Bros. Discovery platzen zu lassen, hat der Wall Street die Sorgen genommen.

Seit der offiziellen Absage des Deals legte die Aktie knapp 14 Prozent zu. Monatelang hatte die Aussicht auf hohe Schuldenlasten und die Integration eines traditionellen Hollywood-Studios die Anleger verunsichert. Mit der Rückkehr zu Preisdisziplin kehrt nun die Zuversicht zurück.

Das Handelsvolumen erreichte 78,8 Millionen Aktien – rund 53 Prozent über dem Dreimonatsdurchschnitt von 51,4 Millionen.

Analysten drehen ins Positive

Die Absage des Warner-Deals löste eine Neubewertung an der Wall Street aus.

JPMorgan hob die Einstufung am Montag auf "Overweight" mit einem Kursziel von 120 Dollar an. Die Analysten hatten ihre Bewertung während der Übernahmegespräche ausgesetzt. Jetzt sehen sie Netflix als „besser isoliert gegen KI-Risiken" als viele andere Unternehmen. Storytelling und Talente bildeten wichtige Wettbewerbsvorteile. KI könne Netflix sogar nutzen – durch verbesserte Empfehlungsalgorithmen, bessere Werbelösungen und letztlich geringere Produktionskosten.

Barclays nahm die Coverage mit "Equal-Weight" und einem Ziel von 115 Dollar wieder auf. Die Bewertung sei angemessen, hänge aber von konstanter Margenentwicklung ab.

President Capital hob sein Kursziel von 120 auf 133 Dollar an.

Laut MarketBeat vergeben zwei Analysten ein "Strong Buy", 34 ein "Buy" und 14 ein "Hold". Das durchschnittliche Rating lautet "Moderate Buy" mit einem Konsenskursziel von 116,01 Dollar.

Organisches Wachstum rückt in den Fokus

Ohne die M&A-Belastung richtet sich der Blick wieder auf die Kernzahlen.

Netflix verbuchte im jüngsten Quartal einen Umsatz von 12,05 Milliarden Dollar – über den Analystenschätzungen von 11,97 Milliarden. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern 0,43 Dollar je Aktie verdient. Der Quartalsumsatz lag 17,6 Prozent über dem Vorjahr.

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Der Streaming-Riese überschritt 325 Millionen zahlende Mitgliedschaften und generierte 2025 einen Free Cashflow von 9,5 Milliarden Dollar.

Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 50,7 und 51,7 Milliarden Dollar an – ein Wachstum von 12 bis 14 Prozent. Die operative Marge soll nahe 31,5 Prozent liegen.

Werbe-Abo als Wachstumstreiber

Besonders das werbefinanzierte Abo-Modell entwickelt sich dynamisch. Die Werbeerlöse verdoppelten sich 2025 auf über 1,5 Milliarden Dollar. Für 2026 rechnet Netflix mit rund 3 Milliarden Dollar.

Die weltweiten Sehstunden stiegen in der zweiten Jahreshälfte 2025 um 2 Prozent. Wichtiger noch: Die Nutzung von Eigenproduktionen legte um 9 Prozent zu – eine Beschleunigung gegenüber 7 Prozent in der ersten Jahreshälfte.

Netflix setzt verstärkt auf hauseigene Inhalte. Rund 20 Milliarden Dollar sollen in den kommenden Jahren in Filme, Serien und andere Programme fließen. Aktienrückkäufe bleiben dank des robusten Free Cashflows ein wichtiger Bestandteil der Kapitalallokation.

Bewertung und Ausblick

Die Netflix-Aktie startete am Montag bei 97,09 Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 409,93 Milliarden Dollar, das KGV bei 38,42. Das 52-Wochen-Tief liegt bei 75,01 Dollar, das Hoch bei 134,12 Dollar.

Das PEG-Ratio beträgt 1,71. Der 50-Tage-Durchschnitt steht bei 85,91 Dollar, der 200-Tage-Durchschnitt bei 104,22 Dollar.

Die Konkurrenz bleibt hart. Disney+, Amazon Prime Video und neue Anbieter kämpfen um Marktanteile, während die Content-Kosten hoch bleiben. Makroökonomische Faktoren wie Inflationssorgen könnten das Abonnentenwachstum dämpfen. Doch Netflix' Vorsprung beim werbefinanzierten Streaming und die starken Eigenproduktionen bieten Widerstandskraft.

Der März wird zum ersten Praxistest. Mit der zweiten Staffel von One Piece und dem MLB-Saisonstart stehen reichweitenstarke Inhalte an. Diese sind mehr als nur neue Episoden – sie sind Engagement-Signale. Die Frage ist nicht mehr, ob Netflix einen teuren Warner-Deal stemmen kann, sondern wie gut der Konzern sein Kerngeschäft und neue Geschäftsfelder wie Video-Podcasts, Live-Sport und internationale Märkte umsetzt.

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