Der Bausoftware-Spezialist Nemetschek hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro geknackt und plant eine deutliche Dividendenerhöhung. An der Börse spiegelt sich dieser operative Erfolg derzeit allerdings kaum wider. Stattdessen trennt sich mit BlackRock einer der größten institutionellen Investoren von Anteilen, während die Aktie tief im roten Bereich notiert.

Institutionelle Umschichtungen

Gemäß einer aktuellen Stimmrechtsmitteilung hat der US-Vermögensverwalter BlackRock seine Beteiligung an dem MDAX-Konzern verringert. Der Gesamtanteil der Stimmrechte sank von zuvor 7,08 Prozent auf nunmehr 5,79 Prozent. Diese Verschiebung auf institutioneller Ebene fällt in eine Phase, in der auch verschiedene Analysten, darunter die UBS, ihre Kursziele für den Softwareanbieter zuletzt nach unten anpassten.

Operative Stärke trifft auf schwachen Chart

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Fundamental präsentiert sich das Unternehmen äußerst robust. Für das Jahr 2025 meldete Nemetschek einen Rekordumsatz von 1,19 Milliarden Euro. Auch der Ausblick für 2026 fällt mit einem erwarteten zweistelligen Umsatzwachstum von 14 bis 15 Prozent bei einer operativen Marge (EBITDA) zwischen 32 und 33 Prozent optimistisch aus. Aktionäre sollen zudem von einer um 24 Prozent auf 0,68 Euro angehobenen Dividende profitieren.

Ungeachtet dieser positiven Eckdaten zeigt der Blick auf die Kursentwicklung ein völlig anderes Bild. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits über 23 Prozent an Wert eingebüßt und ging am Montag bei 69,05 Euro aus dem XETRA-Handel. Damit hat sich der Kurs seit seinem 52-Wochen-Hoch im vergangenen August nahezu halbiert. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 14-Tage-Sicht signalisiert mit einem Wert von 28,9 mittlerweile sogar einen überverkauften Zustand der Aktie.

Die aktuelle Diskrepanz zwischen der operativen Geschäftsentwicklung und der Bewertung am Kapitalmarkt ist unübersehbar. Während das Management auf strukturelles Wachstum und KI-Integration setzt, signalisiert die Reduzierung der BlackRock-Beteiligung im Zusammenspiel mit dem weiten Abstand zur 200-Tage-Linie eine anhaltende Vorsicht der Marktteilnehmer. Die nächste reguläre Hauptversammlung wird den Rahmen bilden, um die vorgeschlagene dreizehnte Dividendenerhöhung in Folge offiziell zu beschließen.

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