Der Bausoftware-Spezialist Nemetschek hat im vergangenen Jahr erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro durchbrochen. Trotz dieser historischen Bestmarke herrscht am Markt kurz vor der Vorlage der endgültigen Bilanz eine spürbare Skepsis. Führende Analysten bewerten die Aussichten des MDax-Konzerns derzeit völlig unterschiedlich.

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Uneinigkeit bei den Experten

Kurz vor der Präsentation des testierten Jahresabschlusses am kommenden Donnerstag positionieren sich die Investmentbanken neu. Die britische Barclays senkte ihr Kursziel deutlich von 120 auf 95 Euro. Analyst Sven Merkt begründet diesen Schritt mit einer fehlenden Trendwende im europäischen Softwaresektor, belässt die Einstufung aber auf „Overweight“. Deutlich optimistischer gibt sich die Berenberg Bank. Dort sieht man das Kursziel weiterhin bei 125 Euro, da pauschale Ängste vor KI-Risiken in der Branche weitgehend abgeklungen seien.

Historischer Meilenstein

Operativ lief es für das Unternehmen zuletzt äußerst robust. Die vorläufigen Zahlen weisen ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 22,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro aus. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) von 371,1 Millionen Euro untermauert die hohe Profitabilität. Anleger honorieren diese Entwicklung aktuell kaum. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 69,50 Euro hat das Papier auf Jahressicht knapp 40 Prozent an Wert verloren. Der Titel notiert damit weit entfernt von seinem 52-Wochen-Hoch bei knapp 138 Euro.

Blick auf die Prognose

Wenn das Management am 19. März den vollständigen Geschäftsbericht vorlegt, rücken neben den finalen Margen vor allem die konkreten Ziele für das laufende Jahr in den Mittelpunkt. Dass der Vermögensverwalter Amundi kürzlich einen Stimmrechtsanteil von über drei Prozent meldete, belegt ein anhaltendes institutionelles Interesse auf dem reduzierten Preisniveau. Eine starke Guidance für 2026 dürfte nun der wichtigste Hebel sein, um den langfristigen Abwärtstrend der Aktie zu durchbrechen.

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