Der 26. Februar markiert ein Schlüsseldatum für den norwegischen Wasserstoff-Spezialisten. Nach mutigen Investitionsentscheidungen und neuen Aufträgen Ende 2025 müssen nun die Zahlen liefern. Anleger fragen sich: Ist die jüngste Auftragswelle der Beginn einer nachhaltigen Wende oder nur ein kurzes Aufflackern in einem schwierigen Marktumfeld?

Am 26. Februar öffnet Nel die Bücher für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Es ist der erste umfassende Finanzüberblick seit der wegweisenden strategischen Neuausrichtung im Dezember. Gleichzeitig wird der Geschäftsbericht veröffentlicht, was dem Termin besonderes Gewicht verleiht. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen dabei die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Liquiditätssituation des Unternehmens.

Großinvestition in die Zukunft

Der Bericht folgt auf eine entscheidende Weichenstellung vom 12. Dezember 2025. Der Vorstand gab grünes Licht für die Industrialisierung der nächsten Generation von Druck-Alkali-Elektrolyseuren im Werk Herøya. Mit einer geplanten Produktionskapazität von bis zu einem Gigawatt setzt das Unternehmen alles auf diese Karte.

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Finanziellen Rückhalt bietet dabei der EU-Innovationsfonds, der mit bis zu 135 Millionen Euro rund 60 Prozent der relevanten Kosten decken könnte. Dennoch verbleibt ein Kapitalbedarf von geschätzt 300 Millionen Norwegischen Kronen (NOK) bei Nel. Der Marktstart ist bereits für die erste Jahreshälfte 2026 geplant, was den Zeitdruck auf das Management erhöht.

Kassenbestand im Fokus

Rückenwind gab es zuletzt durch die Auftragsbücher. Besonders der 50-Millionen-Dollar-Deal im November für PEM-Elektrolyseure stach hervor – der zweitgrößte Auftrag der Firmengeschichte. Hinzu kamen Projekte mit GreenH und H2 Energy. Diese Abschlüsse müssen nun ihre Wirkung in der Bilanz zeigen.

Trotz der Erfolge bleibt die Liquidität ein kritischer Faktor. Ende des dritten Quartals 2025 lagen die flüssigen Mittel bei 1,76 Milliarden NOK. Angesichts der anstehenden Investitionen werden Marktbeobachter genau prüfen, wie schnell das Kapital verzehrt wird und ob die Finanzierung der ambitionierten Expansionspläne ohne neue Kapitalmaßnahmen gesichert ist.

Die Wasserstoffbranche leidet weiterhin unter verzögerten Investitionsentscheidungen der Kunden. Der kommende Bericht wird zeigen, ob Nel sich in diesem Umfeld besser behaupten kann als Wettbewerber wie ITM Power oder thyssenkrupp nucera. Konkrete Fortschritte bei der Kommerzialisierung der neuen Technologieplattform dürften dabei die kurzfristige Kursrichtung maßgeblich beeinflussen.

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