Der norwegische Wasserstoff-Pionier Nel ASA liefert sich zu Beginn des Jahres 2026 einen dramatischen Wettlauf gegen die Zeit. Während das Unternehmen technologisch in die Offensive geht, spiegelt der Aktienkurs ein tiefes Misstrauen der Investoren wider. Mit einem Kursniveau von rund 0,19 Euro startete das Papier ins neue Jahr – ein Wert, der gefährlich nah an den historischen Tiefstständen kratzt. Die einstige Euphorie der Wasserstoff-Wende ist an der Börse einer nüchternen, fast schon pessimistischen Realität gewichen, die den Konzern massiv unter Druck setzt.

Die Hoffnung ruht auf Herøya

Trotz der finanziellen Schieflage setzt Nel-Chef Håkon Volldal alles auf eine Karte: die „Next Generation Pressurized Alkaline“-Plattform. Kurz vor dem Jahreswechsel 2025 wurde die finale Investitionsentscheidung (FID) für die Industrialisierung dieser neuen Technologie am Standort Herøya getroffen. Unterstützt durch EU-Fördermittel in Höhe von bis zu 135 Millionen Euro soll diese Anlage die Produktionskosten für grünen Wasserstoff (LCOH) drastisch senken. Das modulare Design verspricht eine höhere Effizienz und soll Nel helfen, sich gegen die wachsende Konkurrenz aus China und den USA zu behaupten.

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Schmelzende Auftragsbücher als Warnsignal

Das größte Sorgenkind bleibt jedoch der Auftragsbestand. Im Laufe des Jahres 2025 schmolz dieser kontinuierlich dahin – zuletzt lag er mit unter einer Milliarde Norwegischen Kronen fast 50 % unter dem Vorjahreswert. Die Industrie verharrt weltweit in einer „Abwarte-Haltung“, da viele Großprojekte mangels finaler staatlicher Rahmenbedingungen nicht über die Planungsphase hinauskommen. Für Nel bedeutet das: Die Fixkosten für die neuen Kapazitäten laufen hoch, während die neuen, umsatzstarken Großaufträge derzeit noch schmerzlich vermisst werden.

2026: Das Jahr der Wahrheit

Die kommenden Monate werden zeigen, ob Nel ASA den Turnaround schafft. Im ersten Halbjahr 2026 ist der kommerzielle Start der neuen Plattform geplant. Gelingt es den Norwegern, die technologische Überlegenheit in zählbare Verträge umzumünzen, könnte die Bodenbildung bei der Aktie gelingen.

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