Nebius zündet den nächsten Turbo. Mit der Genehmigung für eine gigantische KI-Fabrik in den USA und Geschäftszahlen, die alle Erwartungen sprengen, katapultiert sich das Unternehmen in den Fokus der Anleger. Während der Umsatz durch die Decke geht und die Auftragsbücher voll sind, sorgt jedoch formierender lokaler Widerstand gegen das neue Großprojekt für einen ersten Dämpfer in der Euphorie.

Grünes Licht für Gigawatt-Projekt

Der Stadtrat von Independence im US-Bundesstaat Missouri hat den Weg für das bisher ambitionierteste Infrastrukturprojekt des Unternehmens frei gemacht. Unter dem Namen „Project Independence“ plant Nebius den Bau eines KI-Campus mit einer gewaltigen Kapazität von 1,2 Gigawatt. Dies wäre der größte Standort des Unternehmens in den USA.

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Der Zeitplan ist straff: Bereits im zweiten Quartal 2026 sollen die Bagger rollen. Ab 2027 sind Investitionen von 4 Milliarden US-Dollar in die technische Ausrüstung geplant, die sich in den Folgejahren auf über 10 Milliarden US-Dollar jährlich steigern sollen. Nebius sichert sich damit den entscheidenden Zugang zu Energie – den wohl wichtigsten Rohstoff im Wettlauf der KI-Cloud-Anbieter gegen Konkurrenten wie Amazon oder Microsoft.

Doch das Projekt ist nicht völlig risikofrei. Gegner des Bauvorhabens organisieren derzeit eine Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen die gewährten Steueranreize. Sollten innerhalb von 30 Tagen genügend Stimmen zusammenkommen, hätten die Wähler das letzte Wort über das finanzielle Gerüst des Vorhabens.

Zahlen pulverisieren Vorjahreswerte

Unabhängig von den Zukunftsplänen liefert Nebius operativ massiv ab. Die heute vorgelegten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 zeigen ein hyperdynamisches Wachstum. Der Jahresumsatz schoss um 479 Prozent auf 529,8 Millionen US-Dollar nach oben; im vierten Quartal lag das Plus sogar bei 547 Prozent.

Besonders wichtig für die Bewertung der Substanz: Der operative Cashflow drehte mit gut 402 Millionen US-Dollar deutlich ins Plus. Auch unter dem Strich schrieb das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 29 Millionen US-Dollar schwarze Zahlen – eine fundamentale Wende nach dem hohen Verlust im Vorjahr.

An der Börse sorgten die Nachrichten für Bewegung. Die Aktie sprang in der Spitze um über 10 Prozent auf fast 98 US-Dollar, bevor Gewinnmitnahmen den Kurs auf das aktuelle Niveau von rund 89 US-Dollar drückten.

Auftragsbestand als Kurstreiber

Das Fundament für die künftige Entwicklung bildet der prall gefüllte Auftragsbestand. Verträge mit einem Gesamtvolumen von über 20 Milliarden US-Dollar sind bereits in trockenen Tüchern. Dazu zählen eine 3-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit Meta sowie ein massiver 19-Milliarden-Dollar-Deal mit Microsoft.

Für das laufende Jahr 2026 hat sich das Management entsprechend ehrgeizige Ziele gesteckt. Der Umsatz soll auf eine Spanne zwischen 3,0 und 3,4 Milliarden US-Dollar klettern. Parallel dazu plant Nebius, die Zahl seiner Rechenzentrumsstandorte von sieben auf 16 mehr als zu verdoppeln, unter anderem mit einer neuen Großanlage in Frankreich.

Der Erfolg der Aktie hängt in den kommenden Monaten an der reibungslosen Umsetzung dieser aggressiven Expansionsstrategie. Mit der gesicherten Energieversorgung in Missouri hat Nebius einen entscheidenden Flaschenhals beseitigt, muss nun aber beweisen, dass der gigantische Auftragsbestand auch effizient und profitabel abgearbeitet werden kann.

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