Nebius hat seine KI-Cloud-Plattform auf Version 3.5 aktualisiert — mit serverlosem Computing und neuer NVIDIA-Hardware für physische KI-Anwendungen. Der Launch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen ein Auftragsvolumen von 45 Milliarden Dollar vor sich hat und gleichzeitig Investoren die hohe Bewertung rechtfertigen muss.

Was das Update bringt

Das Kernstück von AI Cloud 3.5 ist serverloses KI-Computing: Entwickler können Workloads deployen, ohne manuell Infrastruktur einrichten zu müssen. Das Backend-Setup läuft automatisiert, was besonders in der Prototyping- und Testphase Zeit spart.

Auf der Hardware-Seite integriert Nebius die NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition in sein GPU-Angebot. Die Karte zielt auf rechenintensive Anwendungen wie industrielle Robotik, physische KI-Simulationen und Wirkstoffforschung. Ergänzt wird das Update durch einen neuen Datentransfer-Service, der die Migration großer Datensätze zwischen Cloud-Umgebungen vereinfachen soll.

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Hohe Erwartungen, hohe Bewertung

Trotz des Plattform-Updates gab die Aktie am Freitag um 4,86 Prozent auf 100,82 Dollar nach. Das KGV liegt derzeit bei rund 880 — ein Wert, der ausschließlich auf Hyperwachstums-Erwartungen basiert. Der Markt wiegt das neue Angebot gegen einen geplanten Investitionsrahmen von 16 bis 20 Milliarden Dollar für das Geschäftsjahr 2026 ab.

Die Bank of America hat die Aktie zuletzt mit „Buy" und einem Kursziel zwischen 140 und 150 Dollar eingestuft. Als Argument nennen die Analysten vor allem die jüngste Wandelanleihe über 4,34 Milliarden Dollar, die ausreichend Liquidität für den Rechenzentrumsausbau und GPU-Einkäufe bis Jahresende sichert.

Aufbau im großen Maßstab

Der Auftragsbestand von 45 Milliarden Dollar wird maßgeblich durch einen Fünfjahresvertrag mit Meta Platforms gestützt — ein Infrastrukturlieferabkommen über 27 Milliarden Dollar, dessen Lieferungen Anfang 2027 beginnen sollen.

Parallel dazu entsteht in Missouri ein KI-Rechenzentrum-Campus mit 1,2 Gigawatt Kapazität. Bis 2030 peilt Nebius mehr als 5 Gigawatt an. Wie schnell die serverlosen Funktionen von Entwicklern angenommen werden und wie stark die Auslastung der Blackwell-GPUs steigt, wird zeigen, ob das Unternehmen seinen Platz im KI-nativen Cloud-Segment verteidigen kann.

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