Trotz milliardenschwerer Partnerschaften mit Tech-Giganten wie Nvidia und Meta legt die Nebius-Aktie derzeit den Rückwärtsgang ein. Nach der jüngsten Kursrally fordern verfehlte Gewinnerwartungen und eine gigantische Kapitalmaßnahme nun ihren Tribut. Der Markt bewertet das rasante Wachstum des KI-Infrastrukturanbieters neu.

Kapitalerhöhung bremst den Kurs

Am Freitag rutschte das Papier um knapp fünf Prozent ab und schloss bei 100,92 US-Dollar. Damit rückt die psychologisch wichtige Unterstützungslinie von 100 US-Dollar gefährlich nahe. Verantwortlich für die aktuelle Schwächephase ist unter anderem die Verdauung einer massiven Finanzierungsrunde. Erst zu Beginn dieser Woche schloss das Unternehmen die Ausgabe von Wandelanleihen im Wert von rund 4,3 Milliarden US-Dollar ab. Diese frischen Mittel sollen direkt in den Ausbau von Rechenzentren und die Beschaffung neuer Grafikprozessoren fließen.

Licht und Schatten beim Zahlenwerk

Ein weiterer Bremsklotz für die Kursentwicklung sind die jüngsten Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025. Zwar kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um gewaltige 547 Prozent auf 227,7 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld allerdings mit noch höheren Einnahmen gerechnet. Auch beim Verlust je Aktie enttäuschte Nebius mit minus 0,69 US-Dollar die Markterwartungen deutlich.

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Operativ liefert der Konzern hingegen ab. Mit 170 Megawatt aktiver Leistung zum Jahresende übertraf man das ursprüngliche Ziel von 100 Megawatt mühelos. Das Management hält zudem an dem ehrgeizigen Plan fest, bis Ende 2026 zwischen 800 Megawatt und einem Gigawatt ans Netz zu bringen.

Milliarden-Deals sichern die Zukunft

Wer den Blick etwas weiter in die Zukunft richtet, erkennt das fundamentale Gerüst hinter der jüngsten Expansion. Mitte März sicherte sich Nebius ein strategisches Investment von Nvidia in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar. Ziel ist der Aufbau riesiger KI-Fabriken mit einer Kapazität von über 5 Gigawatt bis 2030.

Flankiert wird dieses Vorhaben von einem gewaltigen Infrastrukturvertrag mit Meta Platforms. Ab Anfang 2027 wird Nebius dem Social-Media-Riesen dedizierte GPU-Cluster zur Verfügung stellen. Dieser Vertrag soll über eine Laufzeit von fünf Jahren bis zu 27 Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen und sorgt für eine extrem hohe Planungssicherheit.

Kurzfristig trübt sich das charttechnische Bild durch den Fall unter wichtige Durchschnittslinien zwar ein. Langfristig orientierte institutionelle Investoren bleiben jedoch optimistisch. Das Analysehaus Compass Point startete die Bewertung der Aktie kürzlich mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 150 US-Dollar. Als nächster harter Meilenstein gilt nun das Erreichen der anvisierten jährlichen Umsatzrate von 7 bis 9 Milliarden US-Dollar bis Ende 2026.

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