Ein neues Datenzentrum in Finnland, ein 27-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Meta und ein Auftragsbestand von über 40 Milliarden Dollar — Nebius hat innerhalb kurzer Zeit eine bemerkenswerte Dynamik entwickelt. Die Aktie legte am 1. April 2026 um 12,5 Prozent zu, und mehrere Banken haben ihre Kursziele daraufhin deutlich angehoben.

Was die Analysten antreibt

Bank of America hat die Aktie neu mit „Buy" und einem Kursziel von 150 Dollar aufgenommen. Als Begründung nennt die Bank den adressierbaren Markt für KI-Infrastruktur-as-a-Service, der bis 2028 auf über 419 Milliarden Dollar anwachsen soll. D.A. Davidson ging noch einen Schritt weiter und erhöhte sein Kursziel auf 200 Dollar — direkt nach Bekanntgabe des neuen Meta-Vertrags über 27 Milliarden Dollar, der eine frühere Vereinbarung aus dem Jahr 2025 über 3 Milliarden Dollar ergänzt.

Der aktuelle Analystenkonsens lautet „Strong Buy": acht Kaufempfehlungen, eine Halteempfehlung, durchschnittliches Kursziel 166,11 Dollar.

Infrastruktur als Wachstumstreiber

Der zentrale Auslöser für die jüngste Kursbewegung war die Ankündigung eines 310-Megawatt-Rechenzentrums in Finnland. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von über 10 Milliarden Dollar soll 2027 in Betrieb gehen und ist Teil des Ziels, bis Ende 2030 eine Gesamtkapazität von über 5 Gigawatt zu erreichen.

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Der gesamte Vertragsbestand mit großen US-Technologieunternehmen beläuft sich mittlerweile auf über 40 Milliarden Dollar — ein Wert, der die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 26 Milliarden Dollar deutlich übersteigt.

Insider-Verkäufe ohne Signalwirkung

Parallel zum Kursanstieg meldeten mehrere Führungskräfte Aktienverkäufe per SEC Form 4. Chief Infrastructure Officer Andrey Korolenko trennte sich am 31. März von 26.976 Aktien der Klasse A, CTO Danila Shtan von 13.489 und General Counsel Tal Boaz von 3.036 Stück — alle zu einem Durchschnittspreis von 98,78 Dollar. Die Transaktionen erfolgten automatisch zur Deckung von Steuerverbindlichkeiten aus dem Vesting von Restricted Share Units und waren nicht diskretionär.

Auf institutioneller Seite hält Assenagon Asset Management seit dem vierten Quartal 2025 eine neue Position; insgesamt befinden sich rund 21,9 Prozent der ausstehenden Aktien in institutionellem Besitz.

Trotz eines enttäuschenden Q4 2025 — der Verlust je Aktie lag mit 0,69 Dollar deutlich über den erwarteten 0,42 Dollar — richtet der Markt seinen Blick auf die langfristigen Verträge und die kürzlich platzierte Wandelanleihe über 4 Milliarden Dollar. Seit einem Jahr hat sich der Kurs um 366 Prozent erhöht; ob die aktuelle Bewertung dieses Tempo rechtfertigt, werden die operativen Kennzahlen der kommenden Quartale zeigen müssen.

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