TKMS Aktie: Kapitalisierungserfolge!
thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) steht vor den möglicherweise folgenreichsten Vergabeentscheidungen seiner Unternehmensgeschichte. Gleich zwei Großaufträge im zweistelligen Milliarden-Dollar-Bereich könnten das Wachstumsprofil des Kieler Marineschiffbauers für das kommende Jahrzehnt definieren.
Die operative Basis dafür ist solide. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro, steigerte die Bruttomarge auf 17 Prozent und erwirtschaftete einen positiven freien Cashflow von 33 Millionen Euro. Das Management zog daraufhin die Prognose spürbar nach oben: Statt des zuvor erwarteten Wachstums von minus eins bis plus zwei Prozent peilt TKMS nun zwei bis fünf Prozent Umsatzwachstum für das Gesamtjahr an. Der Auftragsbestand überschritt zuletzt die Marke von 20 Milliarden Euro – unter anderem dank eines Folgeauftrags aus Norwegen über zwei weitere U-Boote der 212CD-Klasse.
Kanada und Indien: Zwei Entscheidungen mit historischer Dimension
Das Gewicht der bevorstehenden Vergaben lässt sich an den Dimensionen ablesen. In Kanada konkurriert TKMS mit seiner arktistauglichen 212CD-Klasse um das Canadian Patrol Submarine Project – die Beschaffung von bis zu zwölf U-Booten für die Royal Canadian Navy. Ottawa hat einen Auftragswert von mehr als 24 Milliarden kanadischen Dollar allein für die Bootslieferung nicht ausgeschlossen; kanadische Regierungsvertreter bezeichnen es als die größte Rüstungsbeschaffung in der Geschichte des Landes. Als einziger verbliebener Konkurrent steht der südkoreanische Anbieter Hanwha Ocean. Beide Angebote wurden fristgerecht eingereicht und befinden sich derzeit in der Prüfungsphase. Die Entscheidung über den bevorzugten Lieferanten wird für den Sommer 2026 erwartet.
Um die kanadischen Anforderungen an inländische Wertschöpfung zu erfüllen, hat TKMS lokale Allianzen geschlossen – darunter Partnerschaften mit CAE für Trainings- und Simulationslösungen sowie mit Magellan Aerospace für die lokale Produktion von Schwertorpedos.
Parallel dazu steht in Indien die Vergabe von sechs Diesel-Elektro-U-Booten an. Die Kostenverhandlungen zwischen dem indischen Verteidigungsministerium, der staatlichen Werft Mazagon Dock Shipbuilders und TKMS sind abgeschlossen – der verhandelte Projektwert liegt bei rund 8 bis 9 Milliarden US-Dollar. TKMS ist der einzige verbliebene Bieter. Die ursprünglich für Ende März geplante Vertragsunterzeichnung verschiebt sich ins neue indische Fiskaljahr, da noch das vom Premierminister geleitete Cabinet Committee on Security entscheiden muss.
Produktion und mittelfristige Ziele
Im Inland läuft ebenfalls Wesentliches an. Beim deutschen F-127-Fregatten-Programm ist TKMS der einzige verbliebene Bieter. Am Standort Wismar sind Investitionen von rund 200 Millionen Euro geplant, die bis Ende 2029 bis zu 1.500 Arbeitsplätze schaffen sollen. Die Teilproduktion soll noch Ende 2026 anlaufen. Technologisch untermauerte das Unternehmen seinen Anspruch zuletzt mit der Übergabe des autonomen Unterwasserfahrzeugs „BlueWhale" an die Deutsche Marine – ein 5,5-Tonnen-Gerät, das bis auf 300 Meter taucht und bis zu drei Wochen autonom operiert.
Mittelfristig strebt TKMS eine bereinigte EBIT-Marge von mehr als 7 Prozent an, bei einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von rund 10 Prozent, ausgehend von der Periode 2024/25.
Am 11. Mai 2026 legt TKMS die nächsten Quartalszahlen vor – unmittelbar bevor in Kanada die Entscheidung fällt. Gelingt es dem Unternehmen, beide Großaufträge zu gewinnen, könnte CEO Oliver Burkhard zufolge allein durch die Projekte in Norwegen, Kanada und Deutschland innerhalb der nächsten 15 Jahre bis zu 24 U-Boote gebaut werden. Die Zahlen vom Mai werden dabei erstmals zeigen, wie effizient der Rekord-Auftragsbestand bereits in tatsächliche Umsätze umgewandelt wird.
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