Mutares muss sich gerade in zwei Welten behaupten: Der Gesamtmarkt wirkt wacklig, zugleich rücken einzelne Portfoliowerte und der Deal-Flow in den Vordergrund. Genau das erklärt auch, warum der Titel heute vergleichsweise ruhig bleibt. Entscheidend ist jetzt, ob die börsennotierten Töchter und die nächsten Transaktionsschritte den Blick auf den inneren Wert (NAV) weiter stützen.

Was die Aktie aktuell stützt

Während der SDAX am Dienstagmittag schwächer tendierte, hielt sich Mutares stabil. Der Schlusskurs liegt heute bei 32,85 Euro. Auf 30 Tage steht ein Plus von 8,24%, auf 12 Monate 26,10%. Gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch (46,00 Euro) mit rund -28,59% deutlich – der Titel ist also nicht „durchgelaufen“, obwohl er sich zuletzt erholt hat.

Wichtig: Die Wahrnehmung der Holding hängt derzeit stark daran, wie sich die börsennotierten Beteiligungen schlagen – denn das kann den Net Asset Value (NAV) beeinflussen.

Steyr Motors und Deal-Flow: Darauf schaut der Markt

Ein zentraler Treiber für die Stimmung im Portfolio ist Steyr Motors, an der Mutares als größter Aktionär beteiligt ist. Die Tochter zeigte sich heute fest; für das Geschäftsjahr 2025 wurden zuletzt ein Umsatzplus von 16% auf 48,5 Mio. Euro sowie eine EBIT-Marge von 11,9% genannt. Solche Zahlen liefern eine einfache Logik: Steigt die Bewertung der börsennotierten Tochter, kann das auch die Bewertung der Holding untermauern.

Parallel bleibt der Deal-Flow ein Prüfstein. Zwei Punkte stehen dabei im Raum:
- Abgeschlossen: Der Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an LiBCycle an die Reverse Logistics Group (finalisiert laut Meldungen vom 14. Januar 2026).
- In Arbeit: Die Integration des Engineering‑Thermoplastics‑Geschäfts von SABIC (angekündigt Mitte Januar; Kaufpreis ca. 450 Mio. USD).

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Die entscheidende Frage für die nächsten Wochen: Kann Mutares die Pipeline zügig in belastbare Ergebnisse übersetzen? Genau daran wird der Markt die Story messen – neben der Entwicklung der börsennotierten Töchter.

Bewertung und Termine: Das kommt als Nächstes

Im Sektorvergleich fällt die fundamentale Bewertung auf. Laut FactSet-Schätzungen wird für 2026 ein KGV von etwa 4,5 genannt – damit wäre Mutares im SDAX das niedrigste KGV innerhalb des Index. Zusätzlich gab es Sell-Side-Updates: Warburg Research bestätigte am 09. Januar 2026 „Buy“ und nannte ein Kursziel von 46 Euro.

Konkrete nächste Fixpunkte sind:
- 04.–05. Februar 2026: Auftritte von Portfoliotöchtern auf Investorenveranstaltungen; Steyr Motors wird auf den Hamburger Investorentagen (HIT) erwartet.
- 25. Februar 2026: Erwartete Vorlage der Q4-Bilanzdaten von Steyr Motors.

Unterm Strich bleibt die Lage nüchtern: Mutares hält sich heute stabil, aber die nächsten Impulse dürften weniger vom Gesamtmarkt kommen – und stärker davon, was Steyr Motors Ende Februar liefert und wie sichtbar der Fortschritt bei den laufenden Transaktionen wird.

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