Mutares startet mit einer Transaktionsdichte in das Jahr 2026, die selbst für die aggressive M&A-Strategie der Münchner Holding außergewöhnlich ist. Im Zentrum steht nicht nur eine Vielzahl kleinerer Zu- und Verkäufe, sondern der größte Deal der Unternehmensgeschichte, der die Struktur der Holding fundamental verändern wird. Investoren reagieren positiv auf die Expansion, doch die eigentliche Arbeit der Integration beginnt erst jetzt.

  • Kern-Deal: Übernahme des SABIC-Geschäftsbereichs (Umsatz: 2,5 Mrd. USD).
  • Neues Segment: Etablierung des Bereichs „Chemicals & Materials“.
  • Kursreaktion: Die Aktie notiert bei 33,10 Euro (YTD: +10,89 %).

Ein neues Schwergewicht entsteht

Der 8. Januar markierte einen strategischen Wendepunkt: Mit der Vereinbarung zur Übernahme des "Engineering-Thermoplastics"-Geschäfts von SABIC stößt Mutares in neue Dimensionen vor. Das Zielunternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 2,5 Milliarden USD – eine Größenordnung, die die Schaffung des komplett neuen Segments „Chemicals & Materials“ rechtfertigt.

Dieser Zukauf mit einem Enterprise Value von 450 Millionen USD ist der Dreh- und Angelpunkt der aktuellen Wachstumsstory. Der Abschluss (Closing) ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant und steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Gelingt die Integration reibungslos, verändert sich das Risikoprofil und die Umsatzbasis der Holding signifikant.

Hohe Schlagzahl auf beiden Seiten

Das Management ruht sich jedoch nicht auf diesem Großprojekt aus. Parallel zum SABIC-Deal wurden weitere Zukäufe getätigt, darunter der US-Stahlbandproduzent Greer Steel sowie E-Commerce-Plattformen der Allegro Group (Mimovrste und Mall.hr), die das Portfolio geografisch und sektoral diversifizieren.

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Gleichzeitig nutzt Mutares das Marktumfeld für Exits, um Liquidität zu generieren. Die Verkäufe von LiBCycle, Conexus und dem Fassadenspezialisten Kalzip unterstreichen den aktiven Ansatz des Portfolio-Managements. Diese Dynamik honoriert der Markt: Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um 10,89 Prozent zulegen und notiert aktuell bei 33,10 Euro, wenngleich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 46,00 Euro noch Aufholpotenzial signalisiert.

Der Zeitplan entscheidet

Die Herausforderung liegt nun in der zeitlichen Staffelung. Die Integrationsaufgaben sind über das gesamte Jahr 2026 verteilt: Während die E-Commerce-Zukäufe bereits im ersten Quartal wirksam werden sollen, folgen Kalzip (Verkauf) und Gas Solutions (Kauf) zur Jahresmitte. Der massive SABIC-Block bildet den Abschluss in der zweiten Jahreshälfte.

Für Anleger wird entscheidend sein, ob dieser enge Takt gehalten werden kann. Erste konkrete Zahlen zur Auswirkung der neuen Struktur liefert der Geschäftsbericht am 28. April 2026, bevor am 12. Mai die Quartalsmitteilung weitere Einblicke in den laufenden Integrationsprozess gewährt.

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