Mutares Aktie: Digitalisierungsschritte bewertet
Mutares hat im Februar gleich mehrere Transaktionen in kurzer Folge abgeräumt: eine Übernahme wurde abgeschlossen, zwei weitere Schritte sind vertraglich fixiert – parallel läuft eine Portfoliobereinigung. Der rote Faden: Das Unternehmen baut neue Plattformen auf und schärft bestehende Beteiligungen nach. Entscheidend wird, ob Mutares dieses Tempo auch operativ sauber integriert.
Zukäufe: Chemie und HARO als neue Bausteine
Am 11. Februar 2026 machte Mutares den Kauf mehrerer französischer Gesellschaften der Venator-Gruppe final. Dazu zählt unter anderem Venator Chemicals France SAS. Die Akquisition soll das neu geschaffene Segment „Chemicals & Materials“ stärken und die Position im Spezialchemiegeschäft ausbauen. Laut Angaben umfasst das übernommene Geschäft rund 110 Mitarbeiter und etwa 35 Mio. Euro Jahresumsatz.
Nur zwei Tage später, am 13. Februar, folgte bereits der nächste große Schritt: Mutares unterschrieb eine Vereinbarung zum Erwerb des Bodenbelagsgeschäfts der Hamberger Industriewerke GmbH (Marke HARO). Das Vorhaben ist als neues Plattforminvestment im Segment Goods & Services vorgesehen. Der Abschluss wird – vorbehaltlich regulatorischer Freigaben – im zweiten Quartal 2026 erwartet. Das HARO-Geschäft kommt laut Mitteilung auf rund 150 Mio. Euro Umsatz, beschäftigt über 700 Mitarbeiter und produziert an zwei Standorten in Deutschland und Bulgarien.
Verkauf: Portfolio wird nachgeschärft
Neben dem Ausbau meldete Mutares auch eine Bereinigung: WIJ Special Media (Teil des Portfoliounternehmens Prénatal) wurde an N2COM verkauft, bekannt gegeben am 16. Februar 2026. Der Schritt soll beide Einheiten stärker auf ihre jeweiligen Kernaktivitäten fokussieren – Prénatal auf den Einzelhandel, WSM auf das datengetriebene Mediengeschäft.
Der größere Rahmen: SABIC-Deal prägt 2026
Der Taktgeber für das neue Chemie-Segment kam bereits im Januar 2026: Mutares unterzeichnete eine definitive Vereinbarung zur Übernahme des Engineering-Thermoplastics-Geschäfts in Amerika und Europa von SABIC. Der Deal wird mit einem Enterprise Value von 450 Mio. US-Dollar beziffert, der Zielumsatz mit rund 2,5 Mrd. US-Dollar. Der Abschluss ist für das zweite Halbjahr 2026 geplant; rund 2.900 Mitarbeiter und acht Standorte sollen in den Konzern wechseln.
An der Börse spiegelt sich die Gemengelage aus Deal-Flow und Integrationsaufgaben zuletzt eher gedämpft: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 31,35 Euro, in 30 Tagen steht ein Minus von 6,97%. Gleichzeitig notiert der Wert mit 3,20% leicht über dem 200-Tage-Durchschnitt, der RSI (14 Tage) liegt bei 37,3.
Zum Kalender: Weitere Details zu den jüngsten Transaktionen und zum Aufbau des neuen Chemicals-Segments dürften mit dem Geschäftsbericht 2025 am 28. April 2026 kommen, gefolgt von den Q1-Zahlen am 12. Mai 2026. Diese beiden Termine werden zum nächsten Gradmesser dafür, wie belastbar der ambitionierte Wachstumskurs auch abseits der Vertragsunterschriften ist.
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