MP Materials Aktie: Strategiewechsel
MP Materials hat in kurzer Folge gleich mehrere wichtige Punkte geliefert: den ersten Nettogewinn seit Jahren, einen klaren Schnitt bei China-Umsätzen und den Plan für einen milliardenschweren Magnet‑Campus in Texas. Dazu kommt Rückenwind durch US-Regierungsverträge und positives Analystenfeedback. Doch wie belastbar ist die neue Profitabilität, wenn der Umsatz gleichzeitig sinkt?
Q4: Gewinn überrascht, Umsatz sinkt bewusst
Für das vierte Quartal 2025 (veröffentlicht am 26. Februar) meldete MP Materials ein bereinigtes Ergebnis je Aktie (Adjusted EPS) von 0,09 US‑Dollar. Erwartet worden waren 0,02 US‑Dollar – eine positive Überraschung von 350%.
Der Umsatz lag bei 52,7 Mio. US‑Dollar und damit 13,6% unter Vorjahr. Dieser Rückgang war laut Unternehmen vor allem Folge eines strategischen Kurswechsels: Im Rahmen von Vereinbarungen mit dem US-Verteidigungsministerium (unterzeichnet im Juli 2025) stellte MP Materials sämtliche Produktverkäufe nach China ein. Dadurch wurden im Quartal keine Erlöse aus seltenen Erden-Konzentrat erfasst.
Trotz schwächerer Erlöse verbesserten sich die Profitabilitätskennzahlen deutlich. Das bereinigte EBITDA drehte von –12,6 Mio. US‑Dollar im Vorquartal auf +39,2 Mio. US‑Dollar. Der Bruttogewinn stieg auf 7,6 Mio. US‑Dollar, ein Plus von 180,4% gegenüber dem Vorjahr.
2025: Rekordproduktion und Magnetgeschäft gewinnt Konturen
Auf Jahressicht zeigt sich ein operativ starkes 2025. Die Produktion von NdPr‑Oxid erreichte 2.599 Tonnen, ein Plus von 101% gegenüber dem Vorjahr. Der Absatz lag bei 1.994 Tonnen (+75%). Zudem produzierte das Unternehmen 50.692 Tonnen REO im Konzentrat (+12%).
Der Jahresumsatz stieg um 10% auf 224,4 Mio. US‑Dollar. Treiber war laut Unternehmen der Hochlauf separierter Produkte im Jahresverlauf, was die Erlöse aus NdPr‑Oxid und Metall erhöhte.
Im Magnetics-Segment gab es erste greifbare Fortschritte: Für 2025 wurden 66,9 Mio. US‑Dollar Umsatz ausgewiesen, nachdem erste Vorprodukt-Lieferungen bereits im ersten Quartal gestartet waren. Im vierten Quartal allein standen 21,9 Mio. US‑Dollar Umsatz und 8,4 Mio. US‑Dollar Segment‑EBITDA (bereinigt) zu Buche. Zudem produzierte MP Materials erstmals Magnete auf kommerziellem Equipment. Im Februar erhielt das Unternehmen außerdem eine Vorauszahlung von 32 Mio. US‑Dollar von Apple.
Texas-Projekt und Preisuntergrenze als finanzielles Sicherheitsnetz
Parallel zum Quartalsbericht kündigte MP Materials ein neues „10X“-Magnetikprojekt in Northlake (Texas) an. Das Unternehmen erhielt dafür ein Anreizpaket über 200 Mio. US‑Dollar. Insgesamt will MP Materials mehr als 1,25 Mrd. US‑Dollar investieren. Ziel ist eine Kapazität von rund 10.000 Tonnen NdFeB‑Magneten pro Jahr, sobald der Standort in Betrieb ist. Für 2026 erwartet das Unternehmen Investitionen (Capex) von 500 bis 600 Mio. US‑Dollar.
Ein zentraler Ergebnishebel war zudem eine Preisabsicherung mit der US-Regierung. Im vierten Quartal 2025 verbuchte MP Materials 51 Mio. US‑Dollar Ertrag aus einer Price Protection Agreement auf Basis eines Mindestpreises von 110 US‑Dollar je Kilogramm. Zum Quartalsende lagen die liquiden Mittel bei 1,17 Mrd. US‑Dollar, ein Plus von 312,8% gegenüber dem Vorjahr.
Analysten: Fokus auf geopolitischen Rückenwind
William Blair verwies auf den 31. März 2026, wenn Präsident Trump mit Chinas Präsident Xi Jinping zusammentreffen soll – besonders relevant, falls die USA Zölle nach Section 301 weiterführen. Zudem betonte die Bank die Position von MP Materials entlang der Lieferkette, gestützt durch Preisuntergrenze sowie Regierungs- und Industrieverträge. William Blair hielt es außerdem für möglich, dass MP Materials ein Unternehmen mit schweren Seltenen Erden und Verarbeitungskapazitäten übernimmt.
Insgesamt liegen laut Text neun Kaufempfehlungen und keine Verkaufsempfehlung vor. Acht Analysten nannten in den vergangenen sechs Monaten Kursziele; der Median liegt bei 76 US‑Dollar.
Im weiteren Jahresverlauf will MP Materials bis Mitte 2026 die Trennung von Dysprosium und Terbium in Betrieb nehmen, in der zweiten Jahreshälfte 2026 Magnetumsätze erzielen und 2026 den Baustart für die Anlage in Northlake setzen. Gleichzeitig soll die Magnetproduktion für General Motors hochgefahren und die NdPr‑Produktion weiter gesteigert werden.
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