Ein ausführlicher Bericht zur besten Sendezeit im US-Fernsehen hat MP Materials schlagartig in den Fokus vieler Privatanleger gerückt. Der Produzent von Seltenen Erden positioniert sich zunehmend als zentraler Baustein der amerikanischen Sicherheitsinteressen. Neben staatlichen Abnahmegarantien im Zuge der geopolitischen Spannungen mit China liefert nun auch eine weitreichende Recycling-Partnerschaft mit Apple handfeste Argumente für Investoren.

Geopolitik als Kurstreiber

Die Papiere von MP Materials verzeichneten am Montag ein Plus von 4,4 Prozent. Auslöser war ein Beitrag des Senders CBS, der die strategische Bedeutung des Unternehmens für die US-Lieferketten beleuchtete. Der Hintergrund ist brisant: Als die US-Regierung im April 2025 neue Zölle verhängte, reagierte China mit Exportbeschränkungen für Seltene Erden. Die Folgen waren spürbar, so musste etwa Ford die Produktion bestimmter SUV-Modelle mangels Magneten vorübergehend stoppen.

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Da der aktuelle Waffenstillstand im Handelsstreit in acht Monaten ausläuft, sichert sich Washington ab. Die Regierung investiert 400 Millionen US-Dollar in MP Materials und garantiert über zehn Jahre einen Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm für Seltenerdoxide. Im Gegenzug soll das Unternehmen seine Magnetproduktion verzehnfachen. Dafür entsteht derzeit im texanischen Northlake eine neue Fabrik, die bis 2028 den Betrieb aufnehmen soll.

Kreislaufwirtschaft mit Apple

Ein weiteres Detail der Berichterstattung, das der Markt bisher kaum fokussiert hatte, betrifft den Technologiekonzern Apple. Im Rahmen einer 500-Millionen-Dollar-Initiative für in den USA gefertigte Magnete arbeiten beide Unternehmen an einem geschlossenen Recycling-System.

Apple nutzt seinen Demontage-Roboter Daisy, um Materialien aus alten iPhones zurückzugewinnen. MP Materials bereitet diese in seiner Raffinerie am Mountain Pass auf und verarbeitet sie künftig im neuen Werk in Texas zu Magneten für kommende Apple-Produkte.

Solides Fundament mit Herausforderungen

Fundamental zeigte sich ein gemischtes Bild für das abgelaufene Jahr 2025. Zwar stieg die Produktion von Seltenerdoxiden auf einen Rekordwert von gut 50.600 Tonnen und der Umsatz kletterte um zehn Prozent auf 224,4 Millionen Dollar. Gleichzeitig weitete sich der Nettoverlust jedoch um 31 Prozent auf 85,9 Millionen Dollar aus, und der freie Cashflow war mit minus 328,1 Millionen Dollar tiefrot.

Allerdings deutet das vierte Quartal auf eine Trendwende hin. Mit einem Gewinn von 0,09 Dollar pro Aktie übertraf der Konzern die Analystenschätzungen von 0,02 Dollar vor drei Wochen deutlich. Die Wall Street blickt entsprechend optimistisch in die Zukunft und erwartet, dass sich der Umsatz bis 2026 auf 508 Millionen Dollar verdoppeln könnte. Alle 15 beobachtenden Analysten raten derzeit zum Kauf der Papiere.

Ein Branchenbeobachter dämpft die Euphorie jedoch etwas. Er weist darauf hin, dass die Mine am Mountain Pass fast ausschließlich leichte Seltene Erden liefert. Der Anteil der schweren Seltenen Erden liegt bei unter 1,8 Prozent. Die eigentliche Herausforderung für das Unternehmen besteht somit weniger im reinen Abbau, sondern in der komplexen Trennung und der Magnetherstellung.

Die nächsten harten Fakten zur operativen Entwicklung folgen in Kürze. Am 30. April 2026 präsentiert MP Materials die Ergebnisse für das erste Quartal. Dann muss das Management belegen, dass die ambitionierten Ausbaupläne in Texas im Zeitplan liegen und die Profitabilität weiter steigt.

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