MP Materials Aktie: Rivale mit Milliarden
MP Materials galt lange als unangefochtener Platzhirsch im amerikanischen Seltene-Erden-Markt. Diese Sonderstellung gerät nun unter Druck — nicht durch ausländische Konkurrenz, sondern durch einen heimischen Rivalen mit staatlichem Rückenwind.
Ein gut finanzierter Herausforderer
USA Rare Earth sicherte sich im Januar 3,1 Milliarden US-Dollar an Kapital. Davon kommen 1,3 Milliarden als vorrangig besicherter Kredit vom US-Handelsministerium, weitere 277 Millionen als Direktzuschuss — im Gegenzug erhält der Staat einen Anteil von 10 Prozent am Unternehmen. Zusätzlich flossen 1,5 Milliarden aus privaten Quellen. Das Geld soll in eine Produktionsstätte in Stillwater, Oklahoma, fließen, wo gesinterte Neodym-Eisen-Bor-Magnete für Elektrofahrzeuge, Windturbinen und Verteidigungssysteme gefertigt werden sollen.
Für Anleger ist das ein Signal, dass Washington künftig mehrere Pferde im Rennen um die heimische Seltene-Erden-Versorgung setzt. Die MP-Aktie verlor in der Folge rund 26 Prozent.
Starke Zahlen, schwacher Kurs
Das Paradoxe: Operativ läuft es bei MP Materials gut. Die Seltene-Erden-Oxidproduktion erreichte 2025 mit 50.692 Tonnen ein Rekordhoch — ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 224,4 Millionen Dollar. Vor drei Wochen meldete das Unternehmen zudem einen deutlichen Gewinn je Aktie von 0,09 Dollar, während Analysten lediglich 0,02 Dollar erwartet hatten.
Trotzdem notiert die Aktie heute rund 1 Prozent unter dem Niveau vor der Quartalsmeldung. Das Bewertungsniveau bleibt anspruchsvoll: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei 32,6 — eine Kennzahl, die kaum Spielraum für Rückschläge lässt. Hinzu kommt ein negativer Free Cashflow von 328,1 Millionen Dollar und ein um 31 Prozent gestiegener Nettoverlust von 85,9 Millionen Dollar.
Vorsprung und Pentagon-Rückendeckung
MP Materials hat gegenüber USA Rare Earth einen strukturellen Vorsprung, der sich nicht so schnell aufholen lässt. Die Mountain Pass Mine ist in Betrieb, die Verarbeitungsanlage in Fort Worth läuft. USA Rare Earth hingegen muss Stillwater erst hochfahren und die Round Top Mine in Texas noch erschließen.
Entscheidend ist auch die bestehende Partnerschaft mit dem US-Verteidigungsministerium: Das Pentagon garantiert einen Mindestpreis von 110 Dollar je Kilogramm für NdPr-Produkte über zehn Jahre und hält 15 Prozent am Unternehmen. Für die geplante 10X-Magnetfabrik stehen zudem eine Milliarde Dollar an Krediten von JPMorgan Chase und Goldman Sachs sowie ein weiterer 150-Millionen-Kredit des Verteidigungsministeriums bereit. Eine kleinere Magnetfabrik in Texas soll noch 2026 mit einer Kapazität von 1.000 Tonnen in Betrieb gehen.
Institutionelle kaufen, Insider reduzieren
Institutionelle Investoren halten insgesamt 52,6 Prozent der ausstehenden Aktien. Kadensa Capital eröffnete zuletzt eine neue Position und erwarb 245.279 Aktien für 16,5 Millionen Dollar. Auf der anderen Seite trennten sich zwei Führungskräfte von Anteilen: CFO Ryan Corbett verkaufte am 17. März 46.000 Aktien für 2,76 Millionen Dollar, General Counsel Elliot Dean Hoops veräußerte am 16. März 13.914 Aktien für rund 835.000 Dollar. Beide Transaktionen erfolgten auf Basis vorab festgelegter 10b5-1-Pläne.
Die geplante 10X-Fabrik soll 10.000 Tonnen Magnete jährlich produzieren — in etwa so viel, wie die USA 2024 als Einzelmagnete importierten. Rechnet man die in Produkten verbauten Magnete hinzu, liegt der Gesamtbedarf bereits bei rund 40.000 Tonnen, mit einem erwarteten Marktwachstum von 17 Prozent pro Jahr. Am 30. April legt MP Materials seinen nächsten Quartalsbericht vor — dann wird sich zeigen, ob der operative Hochlauf das aktuelle Bewertungsniveau rechtfertigt.
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