MP Materials Aktie: Teurer Weg zur Unabhängigkeit
MP Materials baut für 1,25 Milliarden US-Dollar einen neuen Produktionscampus in Texas. Das ehrgeizige Projekt soll das Unternehmen zum vollständig integrierten Magnetlieferanten machen. Anleger reagierten gestern mit einem Kursplus von über fünf Prozent, obwohl die jüngsten Jahreszahlen ein tiefes Loch in der Kasse offenbaren.
Milliarden-Wette mit staatlichem Netz
Der geplante „10X“-Campus im texanischen Northlake markiert einen strategischen Wendepunkt. Für die Milliardensumme entsteht eine Anlage, die jährlich rund 10.000 Tonnen Neodym-Eisen-Bor-Magnete produzieren soll. Damit vollzieht der Konzern den Schritt vom reinen Rohstoffförderer zum integrierten Hersteller. Ein wichtiges Detail beruhigt dabei die Investoren: Das US-Verteidigungsministerium hat sich verpflichtet, sämtliche Magnete abzunehmen, die nicht auf dem freien Markt verkauft werden. Diese staatliche Garantie federt das immense finanzielle Risiko des Projekts ab.
Rekordproduktion trifft auf rote Zahlen
Ein Blick auf die Bilanz des Jahres 2025 zeigt, warum diese Absicherung so wichtig ist. Zwar stieg die Produktion von Seltenerdoxiden auf einen Rekordwert von über 50.000 Tonnen und trieb den Gesamtumsatz um zehn Prozent nach oben. Gleichzeitig verbrannte der Ausbau jedoch massiv Kapital. Der freie Cashflow rutschte mit minus 328 Millionen US-Dollar tief in den negativen Bereich, der Nettoverlust stieg um 31 Prozent. Zudem brach der Umsatz im Materialsegment drastisch ein, da seit Juli 2025 keine Verkäufe mehr nach China stattfinden.
Wall Street bleibt optimistisch
Trotz der hohen Verluste und des kapitalintensiven Umbaus halten große Marktteilnehmer an dem Titel fest. Analystenhäuser wie DA Davidson rufen Kursziele von bis zu 82 US-Dollar auf und verweisen auf das langfristige Potenzial der heimischen Produktion. Auch institutionelle Investoren greifen zu. So eröffnete beispielsweise Kadensa Capital kürzlich eine neue Position im Wert von 16,5 Millionen US-Dollar. Insgesamt liegt mittlerweile mehr als die Hälfte der ausstehenden Aktien in den Händen von Hedgefonds und institutionellen Anlegern.
Die aktuelle Bewertung der Aktie stützt sich stark auf die Erwartung, dass die neue Lieferkette in den USA reibungslos funktioniert und das Werk in Texas im Zeitplan bleibt. Analysten prognostizieren auf dieser Basis bis 2028 einen Umsatzsprung auf über eine Milliarde US-Dollar. Ob die operative Umsetzung mit diesen ehrgeizigen Zielen Schritt hält, wird am 30. April 2026 auf den Prüfstand gestellt, wenn das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal präsentiert.
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