Nur noch eine einzige Genehmigung trennt Coeur Mining von einem der größten Deals in der nordamerikanischen Edelmetallbranche. Der Investment Canada Act steht als letzte regulatorische Hürde — alle anderen Bedingungen sind erfüllt. Aktionäre beider Unternehmen stimmten der Transaktion bereits Ende Januar 2026 zu, das Oberste Gericht von British Columbia erteilte seine Zustimmung kurz darauf.

Sieben Minen, drei Milliarden EBITDA

Das fusionierte Unternehmen würde mit sieben nordamerikanischen Standorten zu den zehn größten Edelmetallproduzenten weltweit zählen. Die Zielgrößen sind ambitioniert: Für 2026 peilt das kombinierte Unternehmen ein EBITDA von rund drei Milliarden US-Dollar sowie einen freien Cashflow von zwei Milliarden US-Dollar an — bei einer Jahresproduktion von etwa 20 Millionen Unzen Silber, 900.000 Unzen Gold und 100 Millionen Pfund Kupfer. Die Marktkapitalisierung des fusionierten Konzerns würde rund 20 Milliarden US-Dollar erreichen.

Neu im Portfolio wäre Kupfer, das Coeur durch New Golds kanadische Minen erstmals als Rohstoff einbringt. Angesichts der Elektrifizierungstrends gilt das als strategische Ergänzung zum bestehenden Gold- und Silberfokus.

Die Integration läuft bereits auf Vorstandsebene: New Golds CEO Patrick Godin und Direktorin Marilyn Schonberner wurden im Februar 2026 bedingt in den Coeur-Vorstand berufen — bedingt deshalb, weil die Investment-Canada-Genehmigung weiterhin aussteht.

Starkes Fundament, volatile Rohstoffpreise

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Coeur bringt eine historisch starke operative Ausgangslage in die Fusion ein. Im Geschäftsjahr 2025 verdoppelte das Unternehmen seinen Umsatz auf 2,07 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn stieg auf 586 Millionen US-Dollar — mehr als das Zehnfache des Vorjahreswerts. Goldproduktion und Silberproduktion erreichten Rekordniveaus, die Nettoverschuldung wurde in eine Nettocashposition umgekehrt.

Das Marktumfeld für Edelmetalle ist aktuell zweischneidig. Gold notierte am Mittwochmorgen bei rund 4.861 US-Dollar je Unze — rund 150 Dollar unter dem Vortag, aber noch immer mehr als 1.800 Dollar über dem Niveau vor zwölf Monaten. Silber handelte bei 77,77 US-Dollar je Unze, ebenfalls mit einem deutlichen Tagesrückgang, hat sich aber über das vergangene Jahr mehr als verdoppelt.

Genau auf diesem Preisniveau basieren die ehrgeizigen EBITDA- und Cashflow-Ziele des kombinierten Unternehmens. Sollten die Metallpreise nachhaltig nachgeben, geraten die Projektionen unter Druck — zumal die reine Aktientransaktion ohne Barzahlung bedeutet, dass Coeur-Aktionäre auf einen Anteil von rund 62 Prozent am fusionierten Konzern verwässert werden. Synergien und Ergebniswachstum müssen diesen Effekt kompensieren.

Die Investment-Canada-Entscheidung wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Mit ihr fällt auch das Urteil darüber, ob Coeur die selbst gesteckten Finanzziele für das laufende Jahr noch vollständig einlösen kann.

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