Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 zeigt bei Procter & Gamble ein gemischtes Bild: Während die organischen Umsätze stagnierten, baute der Konsumgüterriese sein Gesundheitsportfolio mit der Übernahme von Wonderbelly strategisch aus. Die Jahresziele hält das Unternehmen trotz schwächerer Nachfrage aufrecht – allerdings mit Abstrichen beim Gewinn.

Zahlen unter Druck

Am 22. Januar 2026 legte P&G die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal vor. Der Nettoumsatz stieg minimal um 1 Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar. Organisch – also bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen – blieb das Wachstum bei null.

Der verwässerte Gewinn je Aktie sank um 5 Prozent auf 1,78 US-Dollar, belastet durch zusätzliche Restrukturierungskosten. Das bereinigte Kernergebnis lag mit 1,88 US-Dollar je Aktie auf Vorjahresniveau. Der Nettogewinn fiel von 4,63 Milliarden auf 4,32 Milliarden US-Dollar.

CFO Andre Schulten bezeichnete das Quartal als das „schwächste des Geschäftsjahres" und zeigte sich optimistisch für die verbleibenden Monate. Das Unternehmen schüttete 4,8 Milliarden US-Dollar an Aktionäre aus – durch Dividenden und Aktienrückkäufe.

Unterschiedliche Segmentdynamik

Die fünf Unternehmensbereiche entwickelten sich höchst unterschiedlich. Beauty erwies sich als einziger Lichtblick mit einem Umsatzplus von 5 Prozent auf 4,04 Milliarden US-Dollar und einem Volumenwachstum von 3 Prozent. Health Care legte ebenfalls um 5 Prozent auf 3,41 Milliarden US-Dollar zu.

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Der Bereich Baby, Feminine & Family Care brach dagegen um 3 Prozent auf 5,12 Milliarden US-Dollar ein, das Volumen schrumpfte um 5 Prozent. Hier wirkten schwierige Vergleichswerte: Im Vorjahr hatten Händler vor einem erwarteten Hafenstreik ihre Lager aufgefüllt.

Grooming wuchs um 2 Prozent auf 1,79 Milliarden US-Dollar, während das Volumen um 2 Prozent zurückging. Fabric & Home Care verzeichnete ein Plus von 1 Prozent auf 7,69 Milliarden US-Dollar bei stagnierendem Volumen.

Zukauf im Verdauungsbereich

Am 26. Januar 2026 gab P&G die Übernahme von Wonderbelly bekannt. Die 2021 in Austin gegründete Marke stellt vegane Verdauungsprodukte ohne künstliche Farbstoffe, Süßstoffe und Parabene her. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.

Wonderbelly ergänzt das bestehende Angebot mit Metamucil, Pepto Bismol, Prilosec OTC, Align Probiotic und Rolaids. Phil McWaters, Senior Vice President der Sparte Personal Health Care, sieht in dem Zukauf eine Möglichkeit, „die Bedürfnisse einer noch breiteren Verbrauchergruppe zu erfüllen".

Ausblick angepasst

P&G senkte die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 von zuvor 3 bis 9 Prozent auf nunmehr 1 bis 6 Prozent Wachstum beim Nettogewinn je Aktie. Verantwortlich dafür sind höhere Restrukturierungskosten. Die Umsatzerwartung von 1 bis 5 Prozent Wachstum bekräftigte das Management.

Die nächsten Quartalszahlen werden für den 23. April 2026 erwartet. Die Aktie notiert aktuell bei 151,70 US-Dollar und liegt damit rund 10 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt.

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