Die Microsoft-Aktie legte am Dienstag um 1,9 Prozent auf 421,47 Dollar zu – zeitgleich warnt der Tech-Konzern selbst vor den Gefahren unkontrollierter KI-Nutzung in Unternehmen. In seinem aktuellen Cyber Pulse Report, veröffentlicht im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz, schlagen die Redmonder Alarm: Über 80 Prozent der Fortune-500-Unternehmen nutzen bereits KI-gestützte Programmier-Tools, doch kaum ein Unternehmen hat klare Sicherheitsregeln dafür etabliert.

Schatten-KI als Einfallstor

Das eigentliche Problem: 29 Prozent der Angestellten setzen nicht genehmigte KI-Agenten ein – sogenannte "Schatten-KI". Mitarbeiter greifen eigenständig auf KI-Tools aus dem Internet zu, ohne dass IT- oder Sicherheitsabteilungen davon wissen. Besonders brisant: Nur 47 Prozent der Unternehmen verfügen über spezifische Sicherheitskontrollen für generative KI. Microsoft warnt, dass böswillige Akteure die Berechtigungen solcher Agenten ausnutzen könnten. Jüngst entdeckte das Defender-Team des Konzerns eine Kampagne mit "Memory Poisoning" – einer Angriffstechnik, die den Speicher von KI-Assistenten dauerhaft manipuliert.

Die Forscher empfehlen Gegenmaßnahmen: KI-Agenten sollten nur auf zwingend notwendige Daten zugreifen können. Zudem brauchen Firmen zentrale Register, um zu erfassen, welche KI-Tools im Einsatz sind und wer darauf Zugriff hat. Nicht genehmigte Anwendungen müssten identifiziert und isoliert werden.

Milliarden für die Infrastruktur

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Parallel investiert Microsoft massiv in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Der Konzern testet akztuell Hochtemperatur-Supraleiter-Kabel für seine Rechenzentren. Diese fortschrittlichen Stromleitungen können dieselbe Elektrizitätsmenge wie herkömmliche Kabel transportieren, benötigen dabei aber deutlich weniger Platz. Husam Alissa vom Systems Technology Team erklärt: "Die Technologie hilft uns, die Leistungsdichte zu skalieren, ohne unseren physischen Fußabdruck zu erweitern."

Die neue Kabel-Technologie könnte die Zeit bis zur Inbetriebnahme großer Rechenzentren verkürzen. Microsoft investiert unter anderem in das Massachusetts-basierte Unternehmen VEIR, das kürzlich einen 75 Millionen Dollar schweren Finanzierungsabschluss der Serie B verkündete. VEIR testete erfolgreich ein drei Megawatt-Kabel zur Stromversorgung eines Server-Racks in einem simulierten Rechenzentrum. Die fortschrittlichen Kabel sind mehr als zehnmal kleiner und leichter als traditionelle Varianten.

Der Hintergrund: Einzelne Rechenzentren benötigen heute mehr als ein Gigawatt Strom – genug, um rund 750.000 Haushalte zu versorgen. US-Regierungsstudien prognostizieren, dass Rechenzentren bis 2028 etwa 12 Prozent der amerikanischen Stromversorgung verbrauchen werden – eine Verdreifachung gegenüber 2024.

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