Microsoft hat eine turbulente Woche hinter sich. Nach einem historischen Wertverlust am Donnerstag, der hunderte Milliarden an Börsenwert vernichtete, konnten sich die Papiere zum Wochenausklang stabilisieren. Doch die Zweifel an den explodierenden Kosten für Künstliche Intelligenz bleiben: Lohnt sich die massive Investitionsoffensive, oder überhoben sich die Redmonder? Ein neuer Mega-Deal liefert nun Argumente für die Optimisten.

Die Kostenfalle schnappt zu

Auslöser für den massiven Abverkauf waren die Zahlen zum zweiten Geschäftsquartal 2026. Zwar kletterte der Umsatz auf über 81 Milliarden Dollar, doch Anleger zeigten sich alarmiert über die Ausgabenseite. Die Kapitalinvestitionen (CapEx) sprangen im Jahresvergleich um satte 66 Prozent auf den Rekordwert von 37,5 Milliarden Dollar – primär für den Ausbau von KI-Rechenzentren.

Diese aggressive Strategie hinterlässt Spuren in der Profitabilität. Die Bruttomarge im wichtigen Cloud-Segment sank von 70 Prozent im Vorjahr auf nun 67 Prozent. Gleichzeitig verlangsamte sich das Wachstum der Azure-Sparte auf 39 Prozent. An der Wall Street wächst die Sorge vor einer sogenannten "ROI-Lücke" – die Angst, dass die gigantischen Ausgaben keine angemessenen Rückflüsse generieren.

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Angebot vs. Nachfrage

Die Konzernführung hält vehement dagegen. Sowohl CEO Satya Nadella als auch CFO Amy Hood betonten, dass das verlangsamte Cloud-Wachstum kein Problem fehlender Nachfrage sei, sondern ein Engpass auf der Angebotsseite. Microsoft könne die benötigten Kapazitäten schlicht nicht schnell genug bauen.

Untermauert wird diese These durch eine am Freitag verkündete Partnerschaft, die für Beruhigung sorgte: Das Search-Startup Perplexity schloss einen Dreijahresvertrag über 750 Millionen Dollar ab, um die Azure-Infrastruktur zu nutzen. Dieser Deal signalisiert, dass der kommerzielle Hunger nach Rechenleistung ungebrochen ist, selbst während Microsoft unter Hochdruck neue Kapazitäten schafft.

Analysten reagieren gespalten

Die Diskrepanz zwischen explodierenden Kosten und moderatem Wachstum zwang einige Analysten zum Handeln. Banken wie Barclays und Wolfe Research senkten ihre Kursziele deutlich, wenngleich sie langfristig positiv gestimmt bleiben. Andere Häuser wie Jefferies bestätigten ihre Kaufempfehlung und sehen die aktuellen Kapazitätsengpässe lediglich als temporäres Hindernis in einer intakten Wachstumsstory.

Zum Wochenschluss konnte die Aktie zumindest etwas Boden gutmachen und legte am Freitag um 2,40 Prozent zu, was den Wochenverlust auf rund 7 Prozent begrenzte. Für Anleger bleibt nun entscheidend, ob Microsoft in den kommenden Quartalen beweisen kann, dass die teure Infrastruktur schnell genug profitabel wird, um die Margenschwäche auszugleichen.

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