Microsoft Aktie: Erholung vor den Zahlen
Die Microsoft-Aktie hinkte dem breiten Markt in den letzten Wochen deutlich hinterher. Doch wenige Tage vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen meldeten sich die Käufer zurück und sorgten für ein deutliches Plus zum Wochenausklang. Während Analysten ihre Kursziele reihenweise kappen, liefert ein neuer Regierungsauftrag Rückenwind – die zentrale Frage bleibt jedoch die Profitabilität der massiven KI-Investitionen.
Analysten senken Ziele, bleiben aber optimistisch
Am Freitag kletterte das Papier um 5,13 Prozent auf 468,54 US-Dollar und machte damit die Verluste der Wochenmitte mehr als wett. Auslöser für den vorangegangenen Rutsch war unter anderem eine Analyse von Rothschild & Co Redburn, die das Kursziel senkten. Auch andere Häuser passten ihre Erwartungen an:
- Rothschild & Co Redburn: Senkung des Kursziels von 500 auf 450 US-Dollar.
- Wells Fargo & Citigroup: Reduzierung der Kursziele bei beibehaltener Kaufempfehlung.
- UBS: Bestätigung der Kaufempfehlung trotz Zielsenkung auf 600 US-Dollar.
Der Tenor ist eindeutig: Die Experten sehen zwar kurzfristige Risiken, halten aber an der langfristigen Wachstumsstory fest. UBS-Analyst Karl Kierstead verwies explizit auf den Ausbau der KI-Rechenzentren als wichtigen Treiber für die Cloud-Sparte Azure.
Regierungsauftrag stützt Sentiment
Konkrete operative Unterstützung lieferte ein neuer Deal mit der U.S. Air Force. Der am 21. Januar gesicherte Auftrag im Wert von rund 170 Millionen US-Dollar bestätigt die Position der Azure-Cloud im kritischen Regierungssektor. Für Microsoft ist dies ein wichtiges Signal der Einnahmesicherheit, da das "Cloud One"-Programm als zentrale Plattform für Software und Daten der Air Force dient. Sicherheitsanforderungen und Skalierbarkeit waren hier die ausschlaggebenden Kriterien.
Sorgen um KI-Kosten belasten
Trotz der jüngsten Erholung notiert die Aktie auf Monatssicht noch immer knapp 4 Prozent im Minus. Investoren sorgen sich primär um die hohen Kosten für den KI-Ausbau. Im ersten Fiskalquartal schlugen Verluste durch OpenAI-Investitionen mit rund 3,1 Milliarden US-Dollar zu Buche. Zudem agieren Anleger bei der Bewertung von Software-Titeln derzeit vorsichtiger, was zu einer Anpassung der Bewertungskennziffern im gesamten Sektor geführt hat.
Blick auf den Mittwoch
Alle Augen richten sich nun auf den kommenden Mittwoch, den 28. Januar. Nach Börsenschluss wird Microsoft seine Bücher öffnen. Analysten erwarten für das zweite Fiskalquartal einen Gewinn je Aktie von 3,86 US-Dollar, was einem Wachstum von fast 20 Prozent entspräche.
Wenn Microsoft am Mittwochabend berichtet, muss der Konzern beweisen, dass die Kapitalallokation in die Infrastruktur Früchte trägt. Ein überzeugender Ausblick auf die Monetarisierung der KI-Produkte und ein anhaltendes Wachstum bei Azure dürften notwendig sein, um die Aktie nachhaltig über die 50-Tage-Linie bei rund 446 US-Dollar zu hieven.
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