ServiceNow hat gestern eine strategische Partnerschaft mit dem Datensicherheitsunternehmen Cohesity bekanntgegeben – und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie unter Druck steht. Trotz starker Fundamentaldaten und eines wachsenden KI-Ökosystems bleibt die Stimmung am Markt angespannt.

Partnerschaft soll KI-Agenten absichern

Im Kern geht es bei der Zusammenarbeit um sogenannte „Agent Resilience": Unternehmen sollen KI-Agenten nicht nur aufbauen und betreiben, sondern auch im Störungsfall schnell wiederherstellen können. Konkret bedeutet das: Wenn ein kompromittierter Agent Daten verändert oder löscht, ermöglicht die Cohesity Data Cloud eine präzise Wiederherstellung auf einen verifizierten Ausgangszustand – ohne manuelle Rekonstruktion.

ServiceNow stellt dabei die Infrastruktur für Aufbau, Registrierung und Steuerung der Agenten bereit, Cohesity übernimmt den Datenschutz. Die Integration zwischen ServiceNows AI Agent Control Tower und der Cohesity Data Cloud soll noch in diesem Jahr verfügbar sein.

Kursrückgang trotz positiver Nachrichten

Die Partnerschaftsmeldung kam nicht gut genug an, um den Kursrückgang zu stoppen. Gestern bewegte sich die Aktie zwischen 113,40 und 123,00 US-Dollar und notierte zuletzt bei rund 117 Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 211,48 Dollar. Belastend wirkte unter anderem eine Kurszielkürzung durch Rothschild & Co. Redburn: Der zuständige Analyst senkte sein Ziel von 230 auf 215 Dollar, bestätigte aber seine Kaufempfehlung.

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Hinzu kommt eine grundsätzliche Skepsis am Markt: Viele Investoren befürchten, dass die zunehmende Verbreitung von KI-Technologien ServiceNows Kerngeschäft langfristig unter Druck setzen könnte. Das Konsensrating von 42 Analysten lautet „Moderate Buy", mit einem durchschnittlichen Kursziel von 192 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau.

Starke Zahlen, wachsendes Ökosystem

Diese Skepsis steht im Widerspruch zu den tatsächlichen Ergebnissen. Im vierten Quartal 2025 wuchs der Abonnementumsatz um 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertraf die eigene Prognose. Für 2026 erwartet das Unternehmen Abonnementerlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar – mehr als Analysten erwartet hatten.

Das KI-Produkt Now Assist erreichte Ende 2025 einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen Dollar und soll 2026 die Milliarden-Marke überschreiten. Das Deal-Volumen über den AI Control Tower verdreifachte sich zuletzt im Quartalsvergleich. Ergänzt wird das Portfolio durch Akquisitionen wie Moveworks, Armis und Veza sowie vertiefte Kooperationen mit OpenAI, Anthropic und Microsoft.

Die Cohesity-Partnerschaft ist damit kein isolierter Schritt, sondern Teil einer konsequent ausgebauten KI-Strategie. Ob diese Strategie die Marktskepsis dauerhaft auflöst, wird der nächste Quartalsbericht am 29. April zeigen.

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