Amazon Aktie: Milliarden für KI-Infrastruktur
Amazon stemmt gerade eine der größten Kapitalaufnahmen der Unternehmensgeschichte. Mit zwei gewaltigen Anleiheemissionen in Dollar und Euro sichert sich der Konzern die Mittel, um seine KI-Ambitionen für 2026 zu finanzieren.
Rekordanleihen in zwei Währungen
Den Auftakt machte am Dienstag eine elfteilige Dollar-Anleihe, die 37 Milliarden US-Dollar einbrachte. Die Nachfrage der Investoren war außergewöhnlich hoch: Auf dem Höhepunkt lagen die Kaufaufträge laut Reuters bei rund 126 Milliarden Dollar – mehr als das Dreifache des aufgenommenen Betrags.
Darauf folgte der Einstieg in den Euro-Anleihemarkt mit einem achtgliedrigen Paket, das rund 10 Milliarden Euro einbringen soll. Für Amazon ist dies laut Bloomberg die erste Transaktion dieser Komplexität in Euro. Die Laufzeiten erstrecken sich von zwei bis zu 38 Jahren, beim Dollar-Paket sogar bis zu 50 Jahren – ein klares Signal, dass es sich um langfristige Infrastrukturinvestitionen handelt.
Das eingesammelte Kapital fließt primär in den Ausbau von Rechenzentren, spezialisierter KI-Hardware und der Amazon Web Services-Infrastruktur. Für 2026 plant Amazon Investitionen von rund 200 Milliarden Dollar. Damit ist der Konzern Teil einer branchenweiten Offensive: Die großen Technologieunternehmen wollen gemeinsam rund 650 Milliarden Dollar im laufenden Geschäftsjahr in generative KI investieren.
Neue Dienste im Gesundheits- und Handelsbereich
Parallel zur Kapitaloffensive treibt Amazon die Anwendung von KI in neuen Bereichen voran. Der KI-Gesundheitsassistent, der bislang nur Mitgliedern der Hausarztplattform One Medical zugänglich war, steht nun allen US-Kunden offen. Nutzer können ihre Gesundheitsdaten verknüpfen und Antworten zu Symptomen sowie möglichen Behandlungen erhalten.
Im Handelsbereich können Händler über das „Shop Direct"-Programm ihre Produktkataloge künftig automatisch mit Amazons KI-Einkaufsassistenten synchronisieren. Das vereinfacht die Anbindung externer Anbieter an die KI-gestützte Produktsuche.
Robotaxis und Drohnenlieferungen
Auch in der Logistik gibt es Bewegung. Amazons autonome Fahrzeugsparte Zoox kooperiert künftig mit Uber, um Robotaxis auf dessen Plattform einzusetzen. Zudem prognostiziert Amazon bis Ende des Jahrzehnts eine Kapazität von 500 Millionen Drohnenlieferungen jährlich im Rahmen des Prime Air-Programms.
Die Amazon-Aktie notiert aktuell rund fünf Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und hat seit Jahresbeginn knapp fünf Prozent verloren. Ob die ambitionierten Investitionspläne die Bewertung mittelfristig stützen, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell AWS die steigende Nachfrage nach KI-Workloads in Umsatz umwandeln kann.
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