Bei Plug Power treffen diese Woche zwei Welten aufeinander: Auf der einen Seite meldet der Wasserstoff-Spezialist operativen Fortschritt mit einem Großprojekt in Europa. Auf der anderen Seite muss das Unternehmen Aktionäre erneut an die Urne bringen – weil bei einer zentralen Abstimmung bisher schlicht zu wenige Stimmen zusammenkamen. Was zählt am Donnerstag mehr: Technik-Erfolg oder Governance-Druck?

Aktionäre müssen nachliefern

Die außerordentliche Hauptversammlung wurde am 29. Januar einberufen und direkt vertagt. Der Grund ist kein inhaltliches Votum gegen die Pläne – im Gegenteil: Unter den abgegebenen Stimmen gab es eine klare Zustimmung zu zwei Vorschlägen rund um Satzungsänderungen und die Autorisierung von Aktien.

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Das Problem liegt in der Beteiligung. Laut Unternehmensangaben waren bislang zu wenige ausstehende Aktien in der Abstimmung vertreten, um die erforderliche Mehrheit aller ausstehenden Anteile zu erreichen:

  • Vorschlag 1: 92,63% Zustimmung der abgegebenen Stimmen, aber nur 36,93% der ausstehenden Aktien vertreten
  • Vorschlag 2: 89,09% Zustimmung, bei 46,86% der ausstehenden Aktien vertreten

Plug Power schätzt, dass noch 13,07% Zustimmung (bezogen auf alle ausstehenden Aktien) für Vorschlag 1 fehlen – und 3,14% für Vorschlag 2. Die vertagte Abstimmung ist nun für 5. Februar 2026 (10:00 Uhr ET) angesetzt.

Um offene Fragen vorab zu klären, setzte das Unternehmen zudem ein Investoren-Q&A-Format am 2. Februar an. Gleichzeitig machte Plug Power eine wichtige Ansage: Falls Vorschlag 2 scheitert, will das Unternehmen einen Reverse Stock Split umsetzen, um die Zahl der autorisierten Stammaktien zu erhöhen.

Großprojekt in Portugal als Referenz

Parallel dazu liefert Plug Power operative Nachrichten: Am 23. Januar meldete das Unternehmen den Abschluss der Installation von 100 MW PEM-GenEco-Elektrolyseuren in der Raffinerie Sines des Energiekonzerns Galp in Portugal – eines der größeren Projekte für erneuerbaren Wasserstoff in Europa.

Die Eckdaten aus der Mitteilung:

  • Aufbau: 10 Module à 10 MW
  • Output: bis zu 15.000 Tonnen erneuerbarer Wasserstoff pro Jahr
  • Ersatz: rund 20% des bisherigen Wasserstoffbedarfs der Raffinerie (grauer Wasserstoff)
  • CO₂e-Reduktion: etwa 110.000 Tonnen jährlich (Scope 1 und 2)
  • Geplanter Betrieb: zweite Jahreshälfte 2026

Die Module wurden in den Vereinigten Arabischen Emiraten gefertigt und per Schiff nach Portugal transportiert. Das letzte Modul wurde laut Plug Power bereits am 16. Januar installiert.

Kurs bleibt angeschlagen – trotz Fortschritt

An der Börse steht der Titel zuletzt unter Druck: Der Schlusskurs liegt bei 2,07 USD, auf Wochensicht sind es -13,35%. Damit zeigt sich, dass die operativen Meldungen allein den Fokus auf die anstehende Abstimmung und die Kapitalstruktur-Themen bisher nicht überdecken.

Der nächste klare Termin nach der Aktionärsentscheidung steht ebenfalls fest: Die nächsten Quartalszahlen erwartet Plug Power am 2. März 2026. Bis dahin dürfte vor allem das Ergebnis der Sitzung am 5. Februar den Takt vorgeben – und ob das Unternehmen den Weg über zusätzliche Aktienautorisierung gehen kann oder stattdessen den Reverse Split umsetzt.

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