Gold zeigt dieser Tage zwei Gesichter: erst ein kräftiger Rücksetzer, dann eine schnelle Gegenbewegung. Genau diese Nervosität ist die eigentliche Nachricht – denn sie deutet darauf hin, dass am Markt gerade mehrere Kräfte gleichzeitig ziehen. Was steckt hinter der schnellen Stabilisierung?

Käufer treten nach dem Rücksetzer auf

Nach der jüngsten Preiskorrektur griffen laut Berichten vor allem Privatanleger zu. Viele werteten die gefallenen Notierungen bei Gold (und auch Silber) als Gelegenheit. Das spricht für ein weiterhin hohes Vertrauen in Gold als Wertspeicher – gerade in einem Umfeld, in dem Teile des Marktes dem klassischen Finanzsystem skeptischer gegenüberstehen.

Ein zweiter, wichtiger Stützpfeiler bleibt die Zentralbank-Nachfrage. Vor allem Notenbanken aus Schwellenländern stocken ihre Reserven auf, um ihre Währungsreserven breiter aufzustellen und die Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Die jüngsten verfügbaren Daten des World Gold Council für Dezember zeigen Netto-Käufe von 19 Tonnen, angeführt von Usbekistan, Kasachstan und Polen.

Die wichtigsten Fakten:
- Schlusskurs am Dienstag: 4.940,90 USD
- 7 Tage: -9,34% (deutliche Korrektur)
- 30 Tage: +10,79% / YTD: +13,79% (übergeordnet weiter fest)
- Zentralbanken: 19 Tonnen Netto-Käufe (WGC, Dezember)

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Geopolitik und Fed als Taktgeber

Das Umfeld bleibt grundsätzlich goldfreundlich: geopolitische Unsicherheiten und hohe Staatsschulden in vielen Industrieländern stützen die Nachfrage nach „Sicherheit“. Gold wird dabei weniger als kurzfristiges Zock-Asset gesehen, sondern als Vermögensschutz.

Gleichzeitig hängt viel an der US-Geldpolitik. Die Unsicherheit über den künftigen Zinskurs der Federal Reserve sorgt für zusätzliche Ausschläge. Der Hintergrund ist simpel: Weil Gold keine Zinsen abwirft, hilft ihm tendenziell ein Umfeld niedriger oder sinkender Zinsen.

Kurzfristig dominiert der Ausschlag

Die letzten Tage zeigen aber auch: Kurzfristig wird Gold nicht nur von Sicherheitsargumenten bewegt, sondern spürbar von spekulativen Kräften. Der Markt sucht nach dem Ausverkauf und der schnellen Erholung offenbar erst wieder ein stabiles Gleichgewicht.

Konkret heißt das am Mittwoch: Trotz +13,79% seit Jahresanfang und einem Abstand von -9,34% zum 52-Wochen-Hoch bleibt die Lage wackelig – die 30-Tage-Volatilität von 41,41% passt eher zu einem Markt, der weiter stark auf Nachrichten reagiert.

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