Der Software-Gigant investiert beispiellose Summen in den Ausbau seiner Künstlichen Intelligenz. Während diese aggressive Strategie den freien Cashflow kurzfristig belastet und Anleger verunsichert, ziehen große Wall-Street-Banken nun eine positive Zwischenbilanz. Ein genauer Blick auf das Cloud-Wachstum zeigt, warum viele Experten trotz der jüngsten Kursschwäche an das langfristige Potenzial glauben.

Sowohl die Bank of America als auch die UBS haben ihre Einschätzungen aktualisiert und raten weiterhin zum Kauf der Papiere. Die Bank of America verweist dabei auf das robuste Wachstum der Cloud-Sparte Azure, die im Jahresvergleich um 39 Prozent zulegen konnte. Die UBS senkte zwar ihr Kursziel leicht, da sie die Geschwindigkeit der Umsatzgenerierung durch den KI-Assistenten Copilot etwas vorsichtiger einschätzt. Dennoch sehen aktuell 54 von 57 befragten Analysten den Titel als klaren Kauf.

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Hohe Investitionen drücken den Cashflow

Die fundamentalen Daten untermauern diese Zuversicht teilweise. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Gesamtumsatz um 17 Prozent, wobei das reine Cloud-Geschäft erstmals die Marke von 50 Milliarden US-Dollar durchbrach. Gleichzeitig fordert die schnelle Skalierung der KI-Infrastruktur ihren Tribut.

Die Kapitalausgaben erreichten beträchtliche 37,5 Milliarden US-Dollar, wovon rund zwei Drittel in langfristige Hardware-Assets wie Grafik- und Hauptprozessoren flossen. Diese hohe Investitionstätigkeit drückte den freien Cashflow auf 5,9 Milliarden US-Dollar und erklärt die aktuelle Zurückhaltung vieler Investoren, die eine schnellere Profitabilität der KI-Sparte fordern.

Umbau für die KI-Ära

Um diese technologische Neuausrichtung auch intern abzubilden, kündigte das Management am Donnerstag eine umfassende Umstrukturierung der Personalabteilung an. Ziel ist es, die Organisation anpassungsfähiger für die rasante KI-Entwicklung zu machen. Dabei werden unter anderem die Personalbereiche der Entwicklungsabteilungen zentralisiert, um schnellere Entscheidungsprozesse beim Ausbau der Infrastruktur zu gewährleisten.

An der Börse spiegelt sich der Spagat zwischen Zukunftsinvestitionen und kurzfristiger Profitabilität deutlich wider. Mit einem Minus von knapp 21 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell exakt auf seinem 52-Wochen-Tief von 319,15 Euro. Durch diesen Rücksetzer ist das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis mittlerweile unter den Durchschnitt der breiteren Softwarebranche gefallen. Angesichts von bereits 15 Millionen zahlenden Nutzern für Microsoft 365 Copilot positioniert sich der Konzern strategisch für die nächste Wachstumsphase, sobald sich die getätigten Infrastruktur-Investitionen in höheren Margen niederschlagen.

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