Nvidia Aktie: Sammelklage zugelassen
Eine Sammelklage aus der Krypto-Ära kehrt zurück — und belastet Nvidia ausgerechnet dann, wenn das Unternehmen operativ auf Hochtouren läuft. Ein US-Bundesgericht hat die Klage gegen Nvidia und CEO Jensen Huang nun offiziell zertifiziert. Das zwingt den Konzern, sich mit Vorgängen aus den Jahren 2017 bis 2019 auseinanderzusetzen.
Der Vorwurf: Verschleierte Krypto-Einnahmen
Der Kern des Rechtsstreits: Nvidia soll damals Umsätze aus dem Verkauf von GeForce-Grafikkarten an Krypto-Miner systematisch unter dem Gaming-Segment verbucht haben. Laut Klage beliefen sich die nicht offengelegten Krypto-Erlöse auf mindestens 1,1 bis 1,35 Milliarden US-Dollar. Interne Dokumente, Aussagen ehemaliger Mitarbeiter und unabhängige Analysen sollen dies belegen.
Die Kläger argumentieren, der Kurseinbruch im November 2018 habe genau jenes Risiko widergespiegelt, das Nvidia zuvor verschwiegen hatte. Richter Haywood S. Gilliam Jr. stellte fest, Nvidia habe nicht nachweisen können, dass seine Aussagen zur Krypto-Abhängigkeit keinen Einfluss auf den Aktienkurs hatten — eine entscheidende Hürde für die Klassenzertifizierung.
Die Klage deckt Investoren ab, die zwischen dem 10. August 2017 und dem 15. November 2018 Nvidia-Aktien hielten. Die Zertifizierung erlaubt diesen Aktionären, ihre Ansprüche gemeinsam geltend zu machen. Über die tatsächliche Haftung ist damit noch nichts entschieden.
Ein langer Weg durch die Instanzen
Die Geschichte dieser Klage ist bemerkenswert: Nach einer ersten Abweisung im Jahr 2021 wurde sie in der Berufung wiederbelebt, überstand Nvidias gescheiterten Versuch einer Überprüfung durch den Supreme Court und erreicht nun die nächste Stufe. Bereits 2022 hatte die SEC Nvidia zu einer Zahlung von 5,5 Millionen Dollar verpflichtet — wegen unzureichender Offenlegung der Krypto-Einnahmen.
Am 21. April findet eine Prozesskonfernez statt, bei der das Gericht die weiteren Schritte festlegen wird.
Starke Fundamentaldaten als Gegengewicht
Operativ präsentiert sich Nvidia in einer völlig anderen Verfassung. Der Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 lag bei 68,13 Milliarden Dollar — ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Rechenzentrum-Segment steuerte allein 62,31 Milliarden Dollar bei. Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet Nvidia einen Umsatz von rund 78 Milliarden Dollar.
Huang hatte zuletzt auf der GTC-Konferenz angekündigt, die Bestellungen für Blackwell- und Vera-Rubin-Chips könnten bis 2027 die Marke von einer Billion Dollar erreichen.
Die Aktie verlor heute rund drei Prozent — ein Rückgang, der durch einen schwächeren Gesamtmarkt verstärkt wurde. Rechtlich bleibt die zentrale Frage, ob die Einordnung von Krypto-Umsätzen als Gaming-Erlöse eine wesentliche Fehlinformation darstellt. Genau das wird das Verfahren nach dem 21. April klären müssen.
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